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Die Asiatische Hornisse im Kreis Wesel
Der Kreis Wesel verbindet Rheinauen und Feuchtgebiete mit Wäldern, Heiden, Landwirtschaft und dicht besiedelten Städten. Hier finden Sie Meldewege und regionale Hilfe bei Fragen zu Bienen, Wespen und Hornissen.
Der Kreis Wesel liegt in Nordrhein-Westfalen und verbindet Siedlungsräume, Verkehrsachsen und vielfältig genutzte Freiflächen mit regionaltypischen Gewässern und Lebensräumen. Dazu zählen Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren sowie Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder.
Diese Strukturen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Orientierung. Auch die Asiatische Hornisse kann in Gärten, Parks, Gehölzen, an Waldrändern, Gebäuden und Bienenständen auffallen. Einzelbeobachtungen belegen jedoch weder ein Nest noch eine regionale Bestandsentwicklung.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden. Fotos, eine genaue Ortsangabe und sicherer Abstand erleichtern die fachliche Einordnung.
Regionsprofil
Wesel auf einen Blick
- Fläche
- 1.042,76 km²
- Einwohner
- 457.918
- Bestätigte Nester
-
- 2024: 0 Nester
- 2025: 4 Nester
- 2026: 7 Nester
- Städte und Gemeinden
-
- Alpen
- Dinslaken
- Hamminkeln
- Hünxe
- Kamp-Lintfort
- Moers
- Neukirchen-Vluyn
- Rheinberg
- Schermbeck
- Sonsbeck
- Voerde (Niederrhein)
- Wesel
- Xanten
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Andreas Thielsch
Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Wesel und die Asiatische Hornisse im Überblick
Kreis Wesel: Kreis Wesel und seine Nachbarregionen
Der Kreis Wesel gehört zu Nordrhein-Westfalen. Für eine eindeutige räumliche Zuordnung sollten Meldungen Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markanten Geländepunkt und möglichst eine Kartenposition enthalten.
An den Kreis Wesel grenzen Duisburg, Krefeld, Oberhausen, Kreis Kleve, Kreis Viersen, Bottrop, Kreis Borken sowie Kreis Recklinghausen. Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen; Beobachtungen sollten deshalb auch im Zusammenhang mit diesen Nachbarregionen betrachtet werden.
Gewässer und Grünzüge im Kreis Wesel
Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren prägen zusammen mit Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft im Kreis Wesel. Solche linearen Strukturen verbinden zahlreiche Insektenlebensräume, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.
Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.
Naturschutz und sensible Lebensräume im Kreis Wesel
Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder bilden ein Mosaik aus ökologisch wertvollen und teilweise besonders sensiblen Lebensräumen. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Wespen und heimische Hornissen profitieren von Blütenangebot, Alt- und Totholz, Baumhöhlen und strukturreichen Säumen.
Bei Maßnahmen in Schutzgebieten und an geschützten Arten sind Naturschutzrecht und örtliche Regelungen zu beachten. Vor einer Nestentfernung muss die Art sicher bestimmt werden, damit insbesondere die besonders geschützte Europäische Hornisse und andere heimische Arten nicht beeinträchtigt werden.
Tourismus und Freizeitnutzung im Kreis Wesel
Flusslandschaften, Naturparke, Mittelgebirge, Industriekultur sowie Wander- und Radwege prägen die touristische und freizeitliche Nutzung im Kreis Wesel. Wander- und Radwege, Aussichtspunkte, Ufer, Parks, Campingplätze und Ausflugsziele bringen viele Menschen in die Nähe von Gehölzen und Gebäuden.
Bei Beobachtungen an stark besuchten Orten sind Name des Weges oder Geländes, Zugang, nächster Orientierungspunkt und eine genaue Kartenposition besonders hilfreich. Erforderliche Absperrungen oder Kontrollen müssen mit Eigentümern, Betreibern und zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft im Kreis Wesel
Ackerbau, Grünland, Obst- und Gemüsebau, Gartenbau und Forstwirtschaft gehören zu den prägenden Nutzungen im Kreis Wesel. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.
Bei Ernte, Obstbaumpflege, Mahd, Hecken- und Gehölzschnitt sowie Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden sollte auf wiederholten Flugverkehr geachtet werden. Lokale Schäden dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.
Imkerei und Bienenvölker im Kreis Wesel
Imkerinnen und Imker im Kreis Wesel können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.
Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.
Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien im Kreis Wesel
Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.
Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.
Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen im Kreis Wesel
Die Untere Naturschutzbehörde des Kreis Wesel vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.
Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.
Regionale Bildergalerie: Wesel
Hilfe und Fachstellen vor Ort
Lokale Institutionen und weiterführende Links in Wesel
Diese Einrichtungen sind für regionale Fachfragen, Naturschutz, Imkerei oder Beobachtung wichtige Anlaufstellen. Nestmeldungen an das Portal erfolgen weiterhin über den zentralen Meldeweg.
Untere Naturschutzbehörde
Untere Naturschutzbehörde des Kreises Wesel
Die Untere Naturschutzbehörde ist Ansprechpartnerin für den Natur- und Artenschutz im Kreis Wesel. Sie berät unter anderem bei Fragen zu geschützten Tierarten sowie zur Umsetzung oder Entfernung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten.
Das betrifft auch Wespen und Hornissen. Besonders geschützte heimische Arten wie die Europäische Hornisse dürfen nicht ohne fachliche Prüfung umgesiedelt oder beseitigt werden. Die invasive Asiatische Hornisse ist sicher von heimischen Arten zu unterscheiden. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden.
Biologische Station
Biologische Station im Kreis Wesel und Krefeld e.V.
Die Biologische Station Kreis Wesel und Krefeld betreut Naturschutzgebiete, erfasst Tier- und Pflanzenbestände und entwickelt Pflege- und Schutzmaßnahmen. Durch ihre Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Behörden und Ehrenamt stärkt sie artenreiche Lebensräume in der Region.
Davon profitieren auch Wespen und Hornissen. Heimische Arten sind wichtige Blütenbesucher und natürliche Insektenjäger. Die invasive Asiatische Hornisse ist von ihnen sicher zu unterscheiden. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden.
Örtlicher Imkerverein
Bienenzuchtverein Alpen-Rheinberg-Sonsbeck 1890 e.V.
Der Bienenzuchtverein Alpen-Rheinberg-Sonsbeck unterstützt Imkerinnen und Imker am unteren Niederrhein bei der Haltung gesunder Bienenvölker. Er fördert den fachlichen Austausch, begleitet Interessierte auf dem Weg in die Imkerei und vermittelt regional erzeugten Honig.
Darüber hinaus bietet der Verein Hilfe bei Bienenschwärmen und Beratung zu Wespen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung, zur Artenvielfalt und zum verständnisvollen Umgang mit Bienen, Wespen und Hornissen.
Örtlicher Imkerverein
Bienenzuchtverein Neukirchen-Vluyn
Der Bienenzuchtverein Neukirchen-Vluyn unterhält einen Lehrbienenstand auf dem Gelände des Naturschutzbundes (NABU) an der Tersteegenstraße.
Örtlicher Imkerverein
Bienenzuchtverein Vierquartieren
Der Bienenzuchtverein Vierquartieren hat sich das Ziel gesetzt, die Bienenhaltung im Vereinsgebiet zu fördern, weitere Freizeitimker auszubilden und durch positive Öffentlichkeitsarbeit, die Wahrnehmung der Honigbiene in der Gesellschaft noch weiter zu verbessern.
Örtlicher Imkerverein
Imker an Rhein und Issel e.V.
Der Verein Imker an Rhein und Issel e.V. ist eine regionale Gemeinschaft für Imkerinnen und Imker im Raum Hamminkeln und am unteren Niederrhein im Kreis Wesel. Er fördert den fachlichen Austausch, vermittelt praktische Kenntnisse zur Bienenhaltung und unterstützt Interessierte beim Einstieg in die Imkerei.
Zu den wichtigen Themen gehören Bienengesundheit, eine verantwortungsvolle Völkerführung und ein vielfältiges Blütenangebot für Honig- und Wildbienen. Beobachtungen an den Bienenständen können zudem helfen, das Auftreten der Asiatischen Hornisse frühzeitig zu erkennen.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Dinslaken
Der Imkerverein Dinslaken ein bereits im Jahre 1886 gegründeter Imkerverein mit aktuell 63 Gleichgesinnten aktiven in und rund um Dinslaken. Wir verstehen das Imkern als faszinierendes und spannendes Hobby. Diese, eine der ältesten Kulturtraditionen der Welt versuchen wir naturverbunden als Gemeinschaft zu erhalten.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Hamminkeln-Wesel u. Umgebung
Der Imkerverein Hamminkeln-Wesel und Umgebung unterstützt seine Mitglieder bei der Haltung und Pflege gesunder Bienenvölker. Ausbildung, regelmäßiger Erfahrungsaustausch und die Begleitung neuer Imkerinnen und Imker gehören zu den Schwerpunkten der Vereinsarbeit.
Durch die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen leisten die betreuten Bienenvölker einen wichtigen Beitrag zur regionalen Landwirtschaft und Artenvielfalt. Der Verein engagiert sich damit zugleich für eine bienen- und insektenfreundliche Landschaft im Raum Hamminkeln und Wesel.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Hünxe und Umgebung
Der Imkerverein Hünxe und Umgebung unterstützt Imkerinnen und Imker bei der Haltung und Pflege gesunder Bienenvölker. Fachlicher Austausch, praktische Hilfe und die Begleitung von Interessierten beim Einstieg in die Imkerei gehören zu den wichtigen Aufgaben des Vereins.
Mit seinen Bienenvölkern trägt der Verein zur Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen bei. Damit fördert er zugleich die Landwirtschaft, die Artenvielfalt und eine bienenfreundliche Landschaft in Hünxe und der Umgebung.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Moers
Der Imkerverein Moers engagiert sich seit Jahrzehnten in und um Moers für den Erhalt der Natur und die Verbesserung der Lebensbedingungen für Bienen und Insekten.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Moers-Kapellen
Der Imkerverein Moers-Kapellen ist ein lokaler Ortsverein im Imkerverband Rheinland. Er vertritt die Interessen der Imker vor Ort und fördert die Bienenhaltung.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Xanten
Wir sind Hobbyimkerinnen und -imker aus Xanten und Umgebung. Von den ungefähr 50 Mitgliedern sind 14 Frauen. Unser jüngstes Mitglied ist 14 Jahre alt. Einige von uns haben langjährige Imkerei-Erfahrung – für andere ist die Bienenhaltung noch neu.
Einsätze und Berichte aus Kreis Wesel
Primärnest der Asiatischen Hornisse in Voerde entdeckt – schmerzhafte Begegnung für Hausbesitzerin
Die Entdeckung blieb jedoch nicht folgenlos. Als Melanie Gazza versuchte, mit ihrem Smartphone ein Foto des Nestes in Voerde anzufertigen, reagierte mindestens eine der Hornissen unmittelbar auf die …
Beitrag lesen: Primärnest der Asiatischen Hornisse in Voerde entdeckt – schmerzhafte Begegnung für HausbesitzerinAsiatische Hornisse wird zur etablierten Art herabgestuft – was das bedeutet
Im Frühjahr 2025 wurde die Asiatische Hornisse in Deutschland zu den etablierten Arten gemäß Artikel 19 der EU-Verordnung 1143/2014 herabgestuft. Für diese Arten werden durch Managementpläne Maßnahmen zur …
Beitrag lesen: Asiatische Hornisse wird zur etablierten Art herabgestuft – was das bedeutetWie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse im Kreis Wesel
Ist das Aufstellen von Fallen im Kreis Wesel erlaubt?
Nein. Handelsübliche, nichtselektive Hornissen- oder Wespenfallen dürfen ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde nicht eingesetzt werden. Sie fangen auch zahlreiche heimische Insekten, darunter die besonders geschützte Europäische Hornisse, und können gegen Naturschutzrecht verstoßen. Beaufsichtigte Locktöpfe zur gezielten Nestortung sind eine fachliche Suchmethode: Tiere werden dabei gefangen, markiert und wieder freigelassen; sie sind nicht mit unbeaufsichtigten Tötungsfallen gleichzusetzen.
Was kostet eine Nestentfernung?
Als unverbindlicher Erfahrungswert liegen fachkundige Entfernungen der Asiatischen Hornisse häufig bei etwa 150 bis 350 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von Nestgröße, Zugang, Höhe, Jahreszeit, Gefahrenlage und notwendiger Technik ab. Muss ein Hubsteiger oder Spezialgerät eingesetzt werden, kann es deutlich teurer werden. Vor der Beauftragung sollten Leistungsumfang, Nachsorge, Anfahrt und Gesamtpreis schriftlich geklärt werden.
Kann ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?
Nein. Besonders große Sekundärnester können mehrere Tausend Hornissen enthalten. Bei Erschütterung, Öffnung oder Annäherung an das Nest können viele Tiere gleichzeitig verteidigen; zahlreiche Stiche können schnell lebensgefährlich werden, besonders bei Allergien oder Stichen im Mund- und Halsbereich. Abstand halten, Bereich sichern, melden und ausschließlich qualifizierte Fachleute beauftragen.
Übernimmt die Versicherung die Kosten der Nestentfernung?
Eine normale Wohngebäude- oder Hausratversicherung übernimmt Schädlings- und Nestentfernung häufig nicht automatisch. Zusatzbausteine wie ein Haus- und Wohnungsschutzbrief können Leistungen enthalten. Die HUK nennt die Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern ausdrücklich als Leistung eines solchen Schutzbriefs. Bei Provinzial und anderen Versicherern hängt der Schutz vom aktuellen Tarif und Vertrag ab. Vor der Beauftragung Deckung, Höchstbetrag, Selbstbeteiligung und vorgegebenen Dienstleister prüfen.
Wo melde ich ein Nest der Asiatischen Hornisse im Kreis Wesel?
Nutzen Sie bei einem Nestfund die Nestmeldung des Portals, über welches Meldungen geprüft und an geschulte Imker-Einsatzteams weitergeleitet werden können. Senden Sie scharfe Fotos, genauen Standort und Datum und beginnen Sie keine eigenen Maßnahmen.
Wer darf ein Nest entfernen?
Erst nach eindeutiger Artbestimmung und geklärter Zuständigkeit sollten geschulte Fachleute tätig werden, etwa entsprechend qualifizierte Schädlingsbekämpfende, Wespen- und Hornissenberater oder für diese Aufgabe fortgebildete Imker. Eine Vereinsmitgliedschaft oder allgemeine Imkereierfahrung allein genügt nicht.
Ist die Asiatische Hornisse im Kreis Wesel bereits nachgewiesen?
Ja. Seit 2023 befasst sich die Untere Naturschutzbehörde intensiv mit der Art. Nach zunächst wenigen Nestern wurden 2024 mehr als 20 Nester im Auftrag der Behörde beseitigt; bis Oktober 2025 lagen bereits mehr als 100 Nestmeldungen vor. Aktuelle Zahlen stets mit Stichtag und getrennt nach Meldungen, bestätigten Nestern und Entfernungen veröffentlichen.
Wer trägt die Kosten einer Nestentfernung?
Auf Privatgrund sind im Regelfall Haus-, Vermietungs- oder Grundstückseigentümer Auftraggeber und Kostenträger. Mieter melden den Fund dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Bei öffentlichen Flächen ist der jeweilige Eigentümer einzubeziehen. Artbestätigung, Leistungsumfang, Gesamtpreis und mögliche Versicherungsdeckung vor der Beauftragung klären.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?
Eine einzelne Asiatische Hornisse, die beim Grillen, in einer Bäckerei am Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch auftaucht, ist normalerweise nicht angriffslustiger als eine Honigbiene, Wespe oder Europäische Hornisse. Sie interessiert sich dort vor allem für Nahrung und sollte nicht geschlagen, eingeklemmt oder bedrängt werden. Ihr Stich ist für die meisten Menschen mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar; bei bekannter Insektengiftallergie, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Stichen im Mund- und Halsbereich ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Deutlich gefährlicher ist die unmittelbare Umgebung eines besetzten Nestes. Besonders bei einem großen Sekundärnest in niedriger Höhe – etwa in dichtem Gebüsch, an einer Garage oder einem Carport oder am Hausdach in Höhe des ersten Stockwerks – sollte ein Sicherheitsradius von mindestens drei bis fünf Metern konsequent freigehalten und bei erkennbarem Abwehrverhalten vergrößert werden. Schon leichte Erschütterungen, Vibrationen oder anhaltender Lärm, beispielsweise durch Heckenschneiden, einen Rasenmäher, Bauarbeiten oder das Anstoßen an den Nestträger, können zahlreiche Tiere zur gleichzeitigen Nestverteidigung auslösen. Arbeiten sofort einstellen, ruhig zurückziehen, Menschen und Haustiere fernhalten, Bereich absperren und den Fund melden. Das Nest niemals selbst öffnen, besprühen oder entfernen.

