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Asiatische Hornisse Europäische Hornisse Regionaler Ansprechpartner Markergröße: Embryonalnest · Primärnest · Sekundärnest

Die Asiatische Hornisse in Hessen

Hessen ist eines der sechzehn Bundesländer in Deutschland.

Der Landkreis Auf dieser Seite finden Sie gebündelte Informationen zur Asiatischen Hornisse, zu Meldewegen und zur regionalen Einordnung.

Das Portal führt Hinweise zu Kreisen und kreisfreien Städten zusammen und unterstützt eine nachvollziehbare Zuordnung von Nestmeldungen.

Nestmeldung in Hessen

Nest der Asiatischen Hornisse in Hessen entdeckt?

Halten Sie mindestens mehrere Meter Abstand und vermeiden Sie Erschütterungen. Sperren Sie den unmittelbaren Bereich bei Bedarf ab und halten Sie Kinder sowie Haustiere fern. Fotografieren Sie Nest oder Tiere nur aus sicherer Entfernung. Melden Sie den Fund über die Portal-Nestmeldung. Öffnen, besprühen, verstopfen oder entfernen Sie das Nest nicht selbst! Über die Nestmeldung werden Fundort, Situation, Fotos und Kontaktdaten strukturiert erfasst. Die Meldung wird anschließend geprüft und einer geeigneten regionalen Ansprechperson oder der zuständigen Stelle für Hessen zugeordnet. Eine einzelne fliegende Hornisse ist noch kein sicherer Hinweis auf den Standort eines Nestes.

Regionsprofil

Hessen auf einen Blick

Fläche
21.115,64 km²
Einwohner
6.280.793
Bestätigte Nester
  • 2024: 0 Nester
  • 2025: 0 Nester
  • 2026: 0 Nester
Teilgebiete / Kommunen
  • Reg.-Bez. Darmstadt
  • Reg.-Bez. Gießen
  • Reg.-Bez. Kassel

Für diese Region ist derzeit noch kein Netzwerkpartner eingetragen.

Eine Nestmeldung kann trotzdem zentral eingereicht und geprüft werden.

Hessen und die Asiatische Hornisse im Überblick

Hessen: Hessen: Politische und räumliche Struktur

Hessen gliedert sich in die Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel mit 21 Landkreisen und fünf kreisfreien Städten. Rhein-Main-Gebiet und Rheinebene sind dicht besiedelt und verkehrlich stark verflochten; Mittelgebirge, Waldgebiete, Flusstäler und ländliche Räume prägen Mittel- und Nordhessen.

Gewässer und mögliche Ausbreitungsräume in Hessen

Rhein, Main, Lahn, Fulda, Werra, Eder und zahlreiche Nebengewässer verbinden Siedlungen, Gärten, Gehölze, Streuobstbestände und landwirtschaftliche Räume. Die warme Rheinebene war ein früher Ausbreitungskorridor; Verkehrsachsen und urbane Grünzüge schaffen weitere räumliche Verbindungen. Aus Landschaftsstrukturen allein lässt sich jedoch kein konkretes Vorkommen ableiten.

Naturschutz und sensible Lebensräume

Nationalpark Kellerwald-Edersee, Biosphärenreservat Rhön, Natura-2000-Gebiete, Auen, Moore, Magerrasen, Streuobstwiesen, Wälder und weitere Schutzgebiete erfordern eine fallbezogene naturschutzfachliche Bewertung. Maßnahmen müssen Nichtzielarten schützen und insbesondere Verwechslungen mit der besonders geschützten Europäischen Hornisse vermeiden.

Tourismus und Freizeitnutzung in Hessen

In Hessen treffen Freizeitnutzung, Naherholung und touristische Angebote auf unterschiedliche Siedlungs- und Naturräume. Beobachtungen an Wegen, Ausflugszielen, Parks oder Außengastronomie sollten mit genauer Ortsangabe und ausreichendem Sicherheitsabstand dokumentiert werden.

Landwirtschaft, Obstbau und ländliche Räume

Ackerbau, Grünland, Weinbau im Rheingau und an der Bergstraße, Erwerbsobstbau, Streuobstwiesen, Baumschulen, Gärten und dörfliche Siedlungen prägen weite Teile des Landes. Reife Früchte und ein hohes Insektenangebot können Hornissen anziehen. Wiederkehrende Beobachtungen sollten dokumentiert werden.

Imkerei und Bienenvölker in Hessen

Bienenstände sind wichtige Beobachtungspunkte, weil Asiatische Hornissen dort Honigbienen jagen können. Imkervereine, Schulungsangebote und fachkundige Suchteams unterstützen Erkennung und Nestsuche. Verdächtige Tiere sollten fotografiert und mit genauem Fundort über das HLNUG-Meldeportal eingereicht werden.

Besondere Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien
  • Hecken, Schuppen, Gartenhäuser, Dachüberstände, Fassaden und Baumkronen vor Pflege- oder Bauarbeiten kontrollieren.
  • Bei regelmäßigem Flugverkehr, Nestverdacht oder Abwehrverhalten Arbeit unterbrechen und Abstand halten.
  • Tier oder Nest nur aus sicherer Entfernung fotografieren und den genauen Fundort dokumentieren.
  • Gefangene verdächtige Tiere nach dem Fotografieren wieder freilassen.
  • Keine Einflugöffnungen verschließen und keine eigenen Fang- oder Beseitigungsmaßnahmen durchführen.
Zuständige Stellen und fachliches Netzwerk
Akteur Aufgabe / Hinweis für die Seite
Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) Meldeportal, landesweite Verifizierung, Dokumentation und Monitoring.
Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel Bearbeitung fachlich bestätigter Nestmeldungen und Koordination naturschutzfachlicher Maßnahmen.
Untere Naturschutzbehörden der Kreise und Städte Örtliche naturschutzfachliche Zuständigkeit und Bewertung konkreter Fälle.
Ordnungsämter Gefahrenabwehr an öffentlichen Orten wie Schulen oder Kindergärten.
Imkervereine und Imkernde Früherkennung an Bienenständen und Unterstützung bei regionaler Nestsuche.
Sachkundige Nestentfernende Fachgerechte Entfernung nach Bestätigung und Beauftragung; auf Privatgrundstücken tragen Betroffene grundsätzlich Auftrag und Kosten.
Portal Vespa Velutina Strukturierte Meldung, Dokumentation und Zuordnung zu geeigneten regionalen Netzwerkpartnern.

Eine Meldung kann über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina strukturiert eingereicht werden.

Kreise und kreisfreie Städte in Hessen

Darmstadt

Darmstadt-Dieburg

Gießen

Kassel

Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Vergleich Europäische Hornisse (links) und Asiatische Hornisse (rechts) – Grafik: NABU Berlin

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.

Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in Hessen

Wo melde ich ein Nest der Asiatischen Hornisse?

Sichtungen von Tieren oder Nestern mit Foto und genauem Fundort über das Meldeportal des HLNUG einreichen. Meldungen ohne Foto werden verworfen.

Wann wurde die Art erstmals in Hessen nachgewiesen?

Der hessische Erstnachweis erfolgte 2019 im Landkreis Bergstraße.

Wie entwickelt sich die Verbreitung?

Vom Schwerpunkt in Südhessen breitete sich die Art nach Mittel- und Nordhessen aus. Das HLNUG bewertet sie seit 2025 als in ganz Hessen etabliert.

Wie viele Nester wurden zuletzt gemeldet?

Nach Bereinigung von Mehrfachmeldungen nennt das HLNUG 280 Nestfunde für 2024 und 488 für 2025.

Müssen alle Nester entfernt werden?

Nein. Seit Frühjahr 2025 gilt ein Managementansatz. Naturschutzbehördliche Maßnahmen erfolgen nach Prüfung insbesondere bei Gefährdung von Naturschutzbelangen.

Darf ich Fallen aufstellen oder ein Nest selbst entfernen?

Nein. Nichtselektive Fallen gefährden heimische Arten; Nester dürfen nur von entsprechend ausgerüsteten Fachleuten behandelt werden.

Wer ist bei einem Nest auf einem Privatgrundstück zuständig?

Nach Angaben des HLNUG müssen Betroffene eine gewünschte Entfernung selbst beauftragen und die Kosten übernehmen.

Was gilt an Schulen oder anderen öffentlichen Orten?

Bei erkennbaren Nestern an öffentlichen Orten sind die zuständigen Ordnungsämter für die Gefahrenabwehr zu informieren.

Wie finde ich Informationen für meine Region?

Die Regionsübersicht führt zu den veröffentlichten Seiten der 21 Landkreise und fünf kreisfreien Städte.