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Die Asiatische Hornisse in der Hansestadt Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg verbindet Siedlungsräume, Verkehrsachsen und vielfältig genutzte Freiflächen mit regionaltypischen Gewässern und Lebensräumen. Dazu zählen Elbe, Alster, Bille, Kanäle und tidebeeinflusste Nebengewässer sowie Elbmarschen, Parks, Friedhöfe, Kleingärten, Hafenflächen, Stadtwald und dicht bebaute Quartiere.
Diese Strukturen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Orientierung. Auch die Asiatische Hornisse kann in Gärten, Parks, Gehölzen, an Waldrändern, Gebäuden und Bienenständen auffallen. Einzelbeobachtungen belegen jedoch weder ein Nest noch eine regionale Bestandsentwicklung.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden. Fotos, eine genaue Ortsangabe und sicherer Abstand erleichtern die fachliche Einordnung.
Regionsprofil
Hamburg auf einen Blick
- Fläche
- 755,09 km²
- Einwohner
- 1.862.565
- Bestätigte Nester
-
- 2024: 0 Nester
- 2025: 0 Nester
- 2026: 0 Nester
- Teilgebiete / Kommunen
-
- Hamburg
- Freie und Hansestadt
Hamburg und die Asiatische Hornisse im Überblick
Hansestadt Hamburg: Hamburg und seine Nachbarregionen
Hamburg gehört zu Hamburg. Für eine eindeutige räumliche Zuordnung sollten Meldungen Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markanten Geländepunkt und möglichst eine Kartenposition enthalten.
Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen. Beobachtungen sind deshalb gemeinsam mit angrenzenden Kreisen, kreisfreien Städten und Kommunen zu betrachten. Die administrative Zuordnung dient vor allem dazu, geeignete regionale Ansprechpartner zu finden.
Gewässer und Grünzüge in Hamburg
Elbe, Alster, Bille, Kanäle und tidebeeinflusste Nebengewässer prägen zusammen mit Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft in Hamburg. Solche linearen Strukturen verbinden zahlreiche Insektenlebensräume, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.
Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.
Naturschutz und sensible Lebensräume in Hamburg
Elbmarschen, Parks, Friedhöfe, Kleingärten, Hafenflächen, Stadtwald und dicht bebaute Quartiere bilden ein Mosaik aus ökologisch wertvollen und teilweise besonders sensiblen Lebensräumen. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Wespen und heimische Hornissen profitieren von Blütenangebot, Alt- und Totholz, Baumhöhlen und strukturreichen Säumen.
Bei Maßnahmen in Schutzgebieten und an geschützten Arten sind Naturschutzrecht und örtliche Regelungen zu beachten. Vor einer Nestentfernung muss die Art sicher bestimmt werden, damit insbesondere die besonders geschützte Europäische Hornisse und andere heimische Arten nicht beeinträchtigt werden.
Tourismus und Freizeitnutzung in Hamburg
Elbufer, Alster, Hafen, Parks, Naturschutzgebiete und stark besuchte Stadträume prägen die touristische und freizeitliche Nutzung in Hamburg. Wander- und Radwege, Aussichtspunkte, Ufer, Parks, Campingplätze und Ausflugsziele bringen viele Menschen in die Nähe von Gehölzen und Gebäuden.
Bei Beobachtungen an stark besuchten Orten sind Name des Weges oder Geländes, Zugang, nächster Orientierungspunkt und eine genaue Kartenposition besonders hilfreich. Erforderliche Absperrungen oder Kontrollen müssen mit Eigentümern, Betreibern und zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft in Hamburg
Obstbau, Gemüsebau, Gartenbau, Grünland und Kleingärten gehören zu den prägenden Nutzungen in Hamburg. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.
Bei Ernte, Obstbaumpflege, Mahd, Hecken- und Gehölzschnitt sowie Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden sollte auf wiederholten Flugverkehr geachtet werden. Lokale Schäden dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.
Imkerei und Bienenvölker in Hamburg
Imkerinnen und Imker in Hamburg können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.
Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.
Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien in Hamburg
Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.
Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.
Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen in Hamburg
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hamburg vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.
Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.
Regionale Bildergalerie: Hamburg
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in Hamburg
Wann wurde die Art erstmals in Hamburg nachgewiesen?
Das erste bekannte Hamburger Nest wurde im September 2019 in Hamburg-Horn entdeckt.
Gab es weitere Nester?
Ja. Die Umweltbehörde nennt einzelne Nestfunde von 2021 bis 2023 und zwei im Jahr 2024 entfernte Nester in Blankenese und Planten un Blomen.
Wie werden Nester gesucht?
In Hamburg wurden Hornissen unter anderem mit Kleinstsendern markiert und per Radiotelemetrie bis zum Nest verfolgt.
Müssen alle Nester entfernt werden?
Seit 2025 gilt bundesweit ein Managementansatz. Maßnahmen werden fachlich priorisiert und im Einzelfall bewertet.
Darf ich Fallen aufstellen oder ein Nest selbst entfernen?
Nein. Nichtselektive Fallen gefährden heimische Arten; Nester dürfen nur von entsprechend ausgerüsteten Fachleuten behandelt werden.
Warum ist die Verwechslungsgefahr wichtig?
Europäische Hornisse und andere heimische Arten werden häufig verwechselt. Eine falsche Tötung kann geschützte Arten betreffen.
Wer trägt die Kosten einer Entfernung?
Auftrag, Zuständigkeit und Kosten hängen vom Einzelfall ab und müssen vor einer Maßnahme mit den zuständigen Stellen beziehungsweise Fachleuten geklärt werden.
Sind die sieben Bezirke eigene Kreisregionen?
Nein. Altona, Bergedorf, Eimsbüttel, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Harburg und Wandsbek sind Verwaltungsbezirke der Einheitsgemeinde Hamburg.