Die Asiatische Hornisse in Nordrhein-Westfalen – erkennen, Nest melden, Hilfe finden
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen und breitet sich regional unterschiedlich aus. Beobachtungen und Nester sollten mit Fotos und genauem Fundort gemeldet werden. Dieses Portal führt Meldungen strukturiert zusammen, unterstützt die fachliche Einordnung und verweist auf regionale Ansprechpartner. Für konkrete Zuständigkeiten und Maßnahmen sind die jeweiligen Stellen vor Ort maßgeblich.
Regionsprofil
NRW auf einen Blick
- Fläche
- 34.113 km²
- Einwohner
- 18 Millionen
Ihre Ansprechpartner vor Ort
Für diese Region stehen mehrere qualifizierte Netzwerkpartner zur Verfügung. Ihre Meldung wird zentral erfasst und anhand von Einsatzgebiet, Verfügbarkeit und fachlicher Eignung zugeordnet.
Andreas Thielsch
Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
André König
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Bianca Zessin
Imkerin · Wespen- und Hornissenberaterin · Fachkunde Asiatische Hornisse
Dirk Wacker
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse · Schädlingsbekämpfer
Eugen Bolgert
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse · Schädlingsbekämpfer
Gerhard Pott
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Heike Puls
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Jutta Kalff
Imkerin · Wespen- und Hornissenberaterin · Fachkunde Asiatische Hornisse
Jörg Werner
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Kevin Roß
Imker · Fachkunde Asiatische Hornisse
Klaus Maresch
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Mario Biermann
Imker · Fachkunde Asiatische Hornisse
Sandra Iffland
Imkerin · Wespen- und Hornissenberaterin · Fachkunde Asiatische Hornisse
Stefan Kuhn
Imker
Schädlingsbekämpfung Nienhaus
Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse · Schädlingsbekämpfer
Der Bienenfritze
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Sie müssen keinen Ansprechpartner selbst auswählen. Das Portal ordnet Ihre Meldung dem passenden verfügbaren Netzwerkpartner zu.
Nest meldenNordrhein-Westfalen und die Asiatische Hornisse im Überblick
Gewässer, Grünzüge und mögliche Ausbreitungsräume
Rhein, Ruhr, Lippe, Ems, Weser, Sieg und Wupper prägen zusammen mit Nebenflüssen, Auen, Bahnkorridoren, Stadtgrün und Gehölzstrukturen die Landschaft. Solche linearen Strukturen und das milde Klima in Teilen des Landes können Orientierung, Nahrung und geeignete Neststandorte bieten. Aus einem geeigneten Lebensraum lässt sich jedoch kein konkretes Vorkommen ableiten; maßgeblich sind bestätigte Beobachtungen.
Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau
Rund 46,6 Prozent der Landesfläche wurden Ende 2024 landwirtschaftlich genutzt. Obst- und Gartenbau, Streuobstbestände, Direktvermarktung und vielfältige Agrarräume sind regional unterschiedlich verteilt. Wo viele Insekten, reifes Obst oder zuckerhaltige Nahrungsquellen verfügbar sind, können Asiatische Hornissen häufiger auffallen. Betriebe sollten Beobachtungen dokumentieren und Arbeitsbereiche sichern, ohne Tiere oder Nester selbst zu bekämpfen.
Imkerei und Bienenvölker
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen nennt rund 19.400 Imkerinnen und Imker mit etwa 164.000 Bienenvölkern; ungefähr 90 Prozent betreiben die Imkerei als Hobby. Fachberatung und Weiterbildung bietet das Bienenkunde-Team der Landwirtschaftskammer. Landesweit wirken außerdem der Imkerverband Rheinland, der Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker sowie die NRW-Strukturen des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes. Beobachtungen am Bienenstand sind wichtig, ersetzen aber nicht die fachliche Nestlokalisierung und Bewertung.
Besondere Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien
- Hecken, Baumkronen, Fassaden, Dachbereiche und technische Anlagen vor Schnitt-, Pflege- oder Wartungsarbeiten aufmerksam kontrollieren.
- Bei regelmäßigem Flugverkehr, einem Nestverdacht oder auffälligem Abwehrverhalten Arbeit unterbrechen und Abstand halten.
- Fundort, Situation und sichere Übersichtsaufnahmen dokumentieren; keine Nahaufnahmen erzwingen.
- Kinder, Unbeteiligte und Haustiere aus dem möglichen Gefahrenbereich fernhalten.
- Keine Einflugöffnungen verschließen und keine Sprays, Feuer, Wasser oder improvisierten Fallen einsetzen.
Einsätze und Berichte aus Nordrhein-Westfalen
Primärnest der Asiatischen Hornisse in Voerde entdeckt – schmerzhafte Begegnung für Hausbesitzerin
Die Entdeckung blieb jedoch nicht folgenlos. Als Melanie Gazza versuchte, mit ihrem Smartphone ein Foto des Nestes in Voerde anzufertigen, reagierte mindestens eine der Hornissen unmittelbar auf die …
Beitrag lesen: Primärnest der Asiatischen Hornisse in Voerde entdeckt – schmerzhafte Begegnung für HausbesitzerinEmbryonalnester der Asiatischen Hornisse – Verfünffachung der Funde im Rhein-Sieg-Kreis gegenüber 2025
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Nordrhein-Westfalen derzeit mit hoher Geschwindigkeit aus. Die aktuellen Meldungen zu Funden von Embryonalnestern aus dem Rhein-Sieg-Kreis zeigen eindrucksvoll, wie stark …
Beitrag lesen: Embryonalnester der Asiatischen Hornisse – Verfünffachung der Funde im Rhein-Sieg-Kreis gegenüber 2025Patenschaften für Europäische Hornissen – Wir suchen Gärten in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis! 🐝🌳
Die Europäische Hornisse (Vespa crabro) ist ein faszinierender und zugleich nützlicher Gartenbewohner. Anders als ihr Ruf vermuten lässt, ist sie friedlich – sie fliegt nicht an den Kaffeetisch, …
Beitrag lesen: Patenschaften für Europäische Hornissen – Wir suchen Gärten in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis! 🐝🌳Soest: „Etabliert“: Asiatische Hornisse nicht mehr meldepflichtig
Die eingewanderte Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist nicht mehr meldepflichtig. Sie gilt in Deutschland als „etabliert“. Das bedeutet auch, dass eine behördlich koordinierte Beseitigungspflicht in Soest nicht mehr …
Beitrag lesen: Soest: „Etabliert“: Asiatische Hornisse nicht mehr meldepflichtigDie Asiatische Hornisse im Rhein-Erft-Kreis
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde erstmals im Jahr 2023 im Rhein-Erft-Kreis festgestellt. Seither mehren sich die Nachweise dieser ursprünglich aus Südostasien stammenden Art in verschiedenen Teilen des …
Beitrag lesen: Die Asiatische Hornisse im Rhein-Erft-KreisPrimärnester der Asiatischen Hornisse werden kostenlos entfernt
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg weist auf die zunehmende Verbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) hin. Die aus Südostasien stammende Art wurde in den vergangenen Jahren …
Beitrag lesen: Primärnester der Asiatischen Hornisse werden kostenlos entferntKreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk Arnsberg
Regierungsbezirk Detmold
Regierungsbezirk Düsseldorf
Regierungsbezirk Köln
Regierungsbezirk Münster
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in Nordrhein-Westfalen
Wo melde ich Nester der Asiatischen Hornisse in Nordrhein-Westfalen?
Nutzen Sie die zentrale Nestmeldung des Portals und fügen Sie sichere Fotos sowie den möglichst genauen Fundort hinzu. Die Angaben unterstützen die Prüfung und regionale Zuordnung.
Wer darf Nester der Asiatischen Hornisse entfernen?
Erst nach eindeutiger Artbestimmung und geklärter Zuständigkeit sollten geschulte Fachleute tätig werden, etwa entsprechend qualifizierte Schädlingsbekämpfende, Wespen- und Hornissenberater oder für diese Aufgabe fortgebildete Imker. Eine Vereinsmitgliedschaft oder allgemeine Imkereierfahrung allein genügt nicht.
Wann wurde die Art erstmals in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen?
Der erste dokumentierte Einzelfund gelang 2020 im Kreis Heinsberg. Die ersten bestätigten Nester in Nordrhein-Westfalen wurden 2022 bekannt.
Was kostet eine Nestentfernung?
Als unverbindlicher Erfahrungswert liegen fachkundige Entfernungen der Asiatischen Hornisse häufig bei etwa 150 bis 350 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von Nestgröße, Zugang, Höhe, Jahreszeit, Gefahrenlage und notwendiger Technik ab. Muss ein Hubsteiger oder Spezialgerät eingesetzt werden, kann es deutlich teurer werden. Vor der Beauftragung sollten Leistungsumfang, Nachsorge, Anfahrt und Gesamtpreis schriftlich geklärt werden.
Wer trägt die Kosten einer Nestentfernung?
Auf Privatgrund sind im Regelfall Haus-, Vermietungs- oder Grundstückseigentümer Auftraggeber und Kostenträger. Mieter melden den Fund dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Bei öffentlichen Flächen ist der jeweilige Eigentümer einzubeziehen. Artbestätigung, Leistungsumfang, Gesamtpreis und mögliche Versicherungsdeckung vor der Beauftragung klären.
Darf ich Lock- oder Klebefallen aufstellen?
Nein. Handelsübliche, nichtselektive Hornissen- oder Wespenfallen dürfen ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde nicht eingesetzt werden. Sie fangen auch zahlreiche heimische Insekten, darunter die besonders geschützte Europäische Hornisse, und können gegen Naturschutzrecht verstoßen. Beaufsichtigte Locktöpfe zur gezielten Nestortung sind eine fachliche Suchmethode: Tiere werden dabei gefangen, markiert und wieder freigelassen; sie sind nicht mit unbeaufsichtigten Tötungsfallen gleichzusetzen.
Wie finde ich Informationen für meinen Kreis oder meine Stadt?
Unterhalb der Landesinformationen führt die Regionsübersicht zu den veröffentlichten Seiten der Kreise, der Städteregion Aachen und der kreisfreien Städte.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?
Eine einzelne Asiatische Hornisse, die beim Grillen, in einer Bäckerei am Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch auftaucht, ist normalerweise nicht angriffslustiger als eine Honigbiene, Wespe oder Europäische Hornisse. Sie interessiert sich dort vor allem für Nahrung und sollte nicht geschlagen, eingeklemmt oder bedrängt werden. Ihr Stich ist für die meisten Menschen mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar; bei bekannter Insektengiftallergie, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Stichen im Mund- und Halsbereich ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Deutlich gefährlicher ist die unmittelbare Umgebung eines besetzten Nestes. Besonders bei einem großen Sekundärnest in niedriger Höhe – etwa in dichtem Gebüsch, an einer Garage oder einem Carport oder am Hausdach in Höhe des ersten Stockwerks – sollte ein Sicherheitsradius von mindestens drei bis fünf Metern konsequent freigehalten und bei erkennbarem Abwehrverhalten vergrößert werden. Schon leichte Erschütterungen, Vibrationen oder anhaltender Lärm, beispielsweise durch Heckenschneiden, einen Rasenmäher, Bauarbeiten oder das Anstoßen an den Nestträger, können zahlreiche Tiere zur gleichzeitigen Nestverteidigung auslösen. Arbeiten sofort einstellen, ruhig zurückziehen, Menschen und Haustiere fernhalten, Bereich absperren und den Fund melden. Das Nest niemals selbst öffnen, besprühen oder entfernen.



























































