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Asiatische Hornisse in Remscheid – erkennen, Nest melden, Hilfe finden
Remscheid verbindet dicht bebaute Höhenlagen mit Wupper, Eschbach, Morsbachtal, Talsperren, Wäldern und 26 Kleingärtnervereinen. Hier finden Sie Meldewege und regionale Hilfe.
Remscheid liegt in Nordrhein-Westfalen und verbindet Siedlungsräume, Verkehrsachsen und vielfältig genutzte Freiflächen mit regionaltypischen Gewässern und Lebensräumen. Dazu zählen Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren sowie Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder.
Diese Strukturen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Orientierung. Auch die Asiatische Hornisse kann in Gärten, Parks, Gehölzen, an Waldrändern, Gebäuden und Bienenständen auffallen. Einzelbeobachtungen belegen jedoch weder ein Nest noch eine regionale Bestandsentwicklung.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden. Fotos, eine genaue Ortsangabe und sicherer Abstand erleichtern die fachliche Einordnung.
Regionsprofil
Remscheid auf einen Blick
- Fläche
- 74,52 km²
- Einwohner
- 113.828
- Bestätigte Nester
-
- 2024: 0 Nester
- 2025: 0 Nester
- 2026: 2 Nester
- Stadtbezirke / Stadtteile
-
- Alt-Remscheid
- Innenstadt
- Hasten
- Blumental
- Honsberg
- Stachelhausen
- Reinshagen
- Remscheid-Süd
- Bliedinghausen
- Kremenholl
- Lüdorf
- Lennep
- Bergisch Born
- Lüttringhausen
- Lüttringhausen-Mitte
- Nüdelshalbach
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Jutta Kalff
Imkerin · Wespen- und Hornissenberaterin · Fachkunde Asiatische Hornisse
Remscheid und die Asiatische Hornisse im Überblick
Stadt Remscheid: Remscheid und seine Nachbarregionen
Remscheid gehört zu Nordrhein-Westfalen. Für eine eindeutige räumliche Zuordnung sollten Meldungen Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markanten Geländepunkt und möglichst eine Kartenposition enthalten.
An Remscheid grenzen Solingen, Wuppertal, Oberbergischer Kreis sowie Rheinisch-Bergischer Kreis. Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen; Beobachtungen sollten deshalb auch im Zusammenhang mit diesen Nachbarregionen betrachtet werden.
Gewässer und Grünzüge in Remscheid
Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren prägen zusammen mit Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft in Remscheid. Solche linearen Strukturen verbinden zahlreiche Insektenlebensräume, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.
Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.
Naturschutz und sensible Lebensräume in Remscheid
Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder bilden ein Mosaik aus ökologisch wertvollen und teilweise besonders sensiblen Lebensräumen. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Wespen und heimische Hornissen profitieren von Blütenangebot, Alt- und Totholz, Baumhöhlen und strukturreichen Säumen.
Bei Maßnahmen in Schutzgebieten und an geschützten Arten sind Naturschutzrecht und örtliche Regelungen zu beachten. Vor einer Nestentfernung muss die Art sicher bestimmt werden, damit insbesondere die besonders geschützte Europäische Hornisse und andere heimische Arten nicht beeinträchtigt werden.
Tourismus und Freizeitnutzung in Remscheid
Flusslandschaften, Naturparke, Mittelgebirge, Industriekultur sowie Wander- und Radwege prägen die touristische und freizeitliche Nutzung in Remscheid. Wander- und Radwege, Aussichtspunkte, Ufer, Parks, Campingplätze und Ausflugsziele bringen viele Menschen in die Nähe von Gehölzen und Gebäuden.
Bei Beobachtungen an stark besuchten Orten sind Name des Weges oder Geländes, Zugang, nächster Orientierungspunkt und eine genaue Kartenposition besonders hilfreich. Erforderliche Absperrungen oder Kontrollen müssen mit Eigentümern, Betreibern und zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft in Remscheid
Ackerbau, Grünland, Obst- und Gemüsebau, Gartenbau und Forstwirtschaft gehören zu den prägenden Nutzungen in Remscheid. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.
Bei Ernte, Obstbaumpflege, Mahd, Hecken- und Gehölzschnitt sowie Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden sollte auf wiederholten Flugverkehr geachtet werden. Lokale Schäden dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.
Imkerei und Bienenvölker in Remscheid
Imkerinnen und Imker in Remscheid können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.
Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.
Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien in Remscheid
Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.
Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.
Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen in Remscheid
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Remscheid vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.
Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.
Regionale Bildergalerie: Remscheid
Hilfe und Fachstellen vor Ort
Lokale Institutionen und weiterführende Links in Remscheid
Diese Einrichtungen sind für regionale Fachfragen, Naturschutz, Imkerei oder Beobachtung wichtige Anlaufstellen. Nestmeldungen an das Portal erfolgen weiterhin über den zentralen Meldeweg.
Untere Naturschutzbehörde
Untere Naturschutzbehörde Remscheid
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Remscheid schützt Natur und Landschaft und setzt die Vorgaben des gesetzlichen Artenschutzes um. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Betreuung geschützter Flächen und Arten, die Landschaftsplanung sowie die fachliche Prüfung von Eingriffen in Natur und Landschaft.
Bei Nestern geschützter Wespen- und Hornissenarten ist die Behörde Ansprechpartnerin für artenschutzrechtliche Fragen und notwendige Ausnahmegenehmigungen. Nester sollten nicht eigenmächtig beseitigt oder umgesiedelt werden. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden.
Biologische Station
Biologische Station Mittlere Wupper
Die Biologische Station Mittlere Wupper betreut Naturschutzgebiete in Remscheid, Solingen und Wuppertal. Sie erfasst Tiere, Pflanzen und Lebensräume, begleitet Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, unterstützt den Vertragsnaturschutz und vermittelt Naturwissen durch Exkursionen, Vorträge und Bildungsangebote.
Unter ihrer Federführung arbeitet zudem der Arbeitskreis Obstwiesen Bergisches Städtedreieck. Streuobstwiesen bieten mit ihren Blüten, alten Bäumen und extensiv genutzten Wiesen wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge, Wespen und zahlreiche weitere Tierarten. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden.
Örtlicher Imkerverein
Imkervereinigung Remscheid-Wuppertal-Ronsdorf-Graben gegr. 1897
Die Imkervereinigung Remscheid–Wuppertal-Ronsdorf/Graben geht auf den 1897 gegründeten Bienenzuchtverein Graben und Umgebung zurück. Seit dem Zusammenschluss des Remscheider und des Ronsdorfer Vereins im Jahr 2003 verbindet sie Imkerinnen und Imker über die Stadtgrenze hinweg.
Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, die Unterstützung angehender Imker und die verantwortungsvolle Pflege gesunder Bienenvölker. Durch regelmäßige Beobachtungen an ihren Bienenständen können die Mitglieder außerdem frühzeitig auf auffällige Hornissen und mögliche Auswirkungen der Asiatischen Hornisse auf Honigbienenvölker aufmerksam werden.
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in der Stadt Remscheid
Ist das Aufstellen von Fallen für die Asiatische Hornisse in Remscheid erlaubt?
Nein. Handelsübliche, nichtselektive Hornissen- oder Wespenfallen dürfen ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde nicht eingesetzt werden. Sie fangen auch zahlreiche heimische Insekten, darunter die besonders geschützte Europäische Hornisse, und können gegen Naturschutzrecht verstoßen. Beaufsichtigte Locktöpfe zur gezielten Nestortung sind eine fachliche Suchmethode: Tiere werden gefangen, markiert und wieder freigelassen; sie sind nicht mit unbeaufsichtigten Tötungsfallen gleichzusetzen.
Was kostet die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse in Remscheid?
Als unverbindlicher Erfahrungswert liegen fachkundige Entfernungen häufig bei etwa 150 bis 350 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von Nestgröße, Zugang, Höhe, Jahreszeit, Gefahrenlage und notwendiger Technik ab. Muss ein Hubsteiger oder Spezialgerät eingesetzt werden, kann es deutlich teurer werden. Vor der Beauftragung sollten Leistungsumfang, Nachsorge, Anfahrt und Gesamtpreis schriftlich geklärt werden.
Kann ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?
Nein. Besonders große Sekundärnester können mehrere Tausend Hornissen enthalten. Bei Erschütterung, Öffnung oder Annäherung können viele Tiere gleichzeitig verteidigen; zahlreiche Stiche können schnell lebensgefährlich werden, besonders bei Allergien oder Stichen im Mund- und Halsbereich. Abstand halten, Bereich sichern, melden und ausschließlich qualifizierte Fachleute beauftragen.
Wer trägt in Remscheid die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Auf Privatgrund sind im Regelfall Haus-, Vermietungs- oder Grundstückseigentümer Auftraggeber und Kostenträger. Mieter melden den Fund dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Bei öffentlichen oder betrieblichen Flächen ist die jeweilige Eigentümerschaft einzubeziehen. Arbeitsauftrag, Gesamtpreis, mögliche Förderung und Versicherungsdeckung vor der Beauftragung klären.
Übernimmt meine Versicherung in Remscheid die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Eine normale Wohngebäude- oder Hausratversicherung übernimmt Schädlings- und Nestentfernung häufig nicht automatisch. Zusatzbausteine wie ein Haus- und Wohnungsschutzbrief können Leistungen enthalten. Die HUK nennt die Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern ausdrücklich als Leistung eines solchen Schutzbriefs. Bei Provinzial und anderen Versicherern hängt der Schutz vom aktuellen Tarif und Vertrag ab. Vor der Beauftragung Deckung, Höchstbetrag, Selbstbeteiligung und vorgesehenen Dienstleister prüfen.
Wo melde ich Nester der Asiatischen Hornisse in Remscheid?
Nutzen Sie bei einem Nestfund die Nestmeldung des Portals. Senden Sie scharfe Fotos oder Videos, den genauen Standort mit Stadtbezirk, Ortsteil oder Adresse, Datum, Fundhöhe und möglichst Angaben zur Flugrichtung. Die Stadt Remscheid bittet darum, Sichtungen außerdem an naturschutz@remscheid.de oder das LANUK zu melden. Bei öffentlichen, forstlichen oder betrieblichen Flächen ist zusätzlich die zuständige Stelle beziehungsweise Eigentümerschaft einzubeziehen. Beginnen Sie keine eigenen Maßnahmen.
Wer darf ein Wespen- oder Hornissennest in Remscheid entfernen?
Zunächst müssen Art und Schutzstatus sicher bestimmt werden. Bei heimischen, besonders geschützten Arten kann eine Genehmigung oder fachliche Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich sein. Ein Nest der Asiatischen Hornisse sollte nur von entsprechend geschulten Imkerinnen und Imkern, Hornissenberatern und -beraterinnen oder professionellen Schädlingsbekämpfern und -bekämpferinnen mit geeigneter Schutzausrüstung und Technik behandelt werden.
Ist die Asiatische Hornisse in Remscheid bereits nachgewiesen?
Die Stadt Remscheid behandelt die Asiatische Hornisse als lokales Meldethema und bittet um Beobachtungen mit Bildbeleg und genauer Lage. Ihre Mitteilung vom 12. September 2023 nannte für das Bergische Städtedreieck Meldungen aus Solingen, jedoch keinen bestätigten Remscheider Fund. Eine aktuelle Zahl oder ein Jahr des ersten bestätigten Nachweises sollte deshalb nur veröffentlicht werden, wenn eine neuere datierte amtliche Quelle vorliegt. Ein einzelnes Tier erlaubt noch keine Aussage über den Standort eines Nestes.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?
Eine einzelne Asiatische Hornisse, die beim Grillen, in einer Bäckerei am Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch auftaucht, ist normalerweise nicht angriffslustiger als eine Honigbiene, Wespe oder Europäische Hornisse. Sie sollte nicht geschlagen, eingeklemmt oder bedrängt werden. Ihr Stich ist für die meisten Menschen mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar; bei bekannter Insektengiftallergie, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Stichen im Mund- und Halsbereich ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Deutlich gefährlicher ist die unmittelbare Umgebung eines besetzten Nestes. Besonders bei einem großen Sekundärnest in niedriger Höhe – etwa in dichtem Gebüsch, an einer Garage oder einem Carport oder am Hausdach in Höhe des ersten Stockwerks – sollte ein Sicherheitsradius von mindestens drei bis fünf Metern konsequent freigehalten und bei erkennbarem Abwehrverhalten vergrößert werden. Schon leichte Erschütterungen, Vibrationen oder anhaltender Lärm, beispielsweise durch Heckenschneiden, einen Rasenmäher, Bauarbeiten oder das Anstoßen an den Nestträger, können einen Massenangriff auslösen. Arbeiten sofort einstellen, ruhig zurückziehen, Menschen und Haustiere fernhalten, Bereich absperren und den Fund melden. Das Nest niemals selbst öffnen, besprühen oder entfernen.