Asiatische Hornisse im Kreis Olpe – erkennen, Nest melden, Hilfe finden
Der Kreis Olpe verbindet Bigge, Lenne und Talsperren mit waldreichen Höhen, Grünland, Streuobst und sieben Kommunen. Hier finden Sie Meldewege und regionale Hilfe.
Kreis Olpe liegt in Nordrhein-Westfalen und verbindet Siedlungsräume, Verkehrsachsen und vielfältig genutzte Freiflächen mit regionaltypischen Gewässern und Lebensräumen. Dazu zählen Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren sowie Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder.
Diese Strukturen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Orientierung. Auch die Asiatische Hornisse kann in Gärten, Parks, Gehölzen, an Waldrändern, Gebäuden und Bienenständen auffallen. Einzelbeobachtungen belegen jedoch weder ein Nest noch eine regionale Bestandsentwicklung.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden. Fotos, eine genaue Ortsangabe und sicherer Abstand erleichtern die fachliche Einordnung.
Regionsprofil
Olpe auf einen Blick
- Fläche
- rund 712 km²
- Einwohner
- rund 153.000 Einwohner
- Städte und Gemeinden
-
- Attendorn
- Drolshagen
- Finnentrop
- Kirchhundem
- Lennestadt
- Olpe
- Wenden
Der Kreis Olpe und die Asiatische Hornisse im Überblick
Kreis Olpe und seine Nachbarregionen
Kreis Olpe gehört zu Nordrhein-Westfalen. Für eine eindeutige räumliche Zuordnung sollten Meldungen Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markanten Geländepunkt und möglichst eine Kartenposition enthalten.
Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen. Beobachtungen sind deshalb gemeinsam mit angrenzenden Kreisen, kreisfreien Städten und Kommunen zu betrachten. Die administrative Zuordnung dient vor allem dazu, geeignete regionale Ansprechpartner zu finden.
Gewässer und Grünzüge im Kreis Olpe
Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren prägen zusammen mit Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft im Kreis Olpe. Solche linearen Strukturen verbinden zahlreiche Insektenlebensräume, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.
Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft im Kreis Olpe
Ackerbau, Grünland, Obst- und Gemüsebau, Gartenbau und Forstwirtschaft gehören zu den prägenden Nutzungen im Kreis Olpe. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.
Bei Ernte, Obstbaumpflege, Mahd, Hecken- und Gehölzschnitt sowie Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden sollte auf wiederholten Flugverkehr geachtet werden. Lokale Schäden dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.
Imkerei und Bienenvölker im Kreis Olpe
Imkerinnen und Imker im Kreis Olpe können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.
Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.
Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien im Kreis Olpe
Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.
Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.
Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen im Kreis Olpe
Die Untere Naturschutzbehörde des Kreis Olpe vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.
Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse im Kreis Olpe
Ist das Aufstellen von Fallen für die Asiatische Hornisse im Kreis Olpe erlaubt?
Ist das Aufstellen von Fallen für die Asiatische Hornisse im Kreis Olpe erlaubt? Nein. Nichtselektive Hornissen- oder Wespenfallen sind grundsätzlich problematisch und ohne behördliche Genehmigung nicht einzusetzen. Sie fangen zahlreiche andere Insekten und können auch geschützte Wespenarten wie die Europäische Hornisse töten. Melden Sie Beobachtungen stattdessen mit Foto und genauer Ortsangabe.
Was kostet die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse im Kreis Olpe?
Als unverbindlicher Erfahrungswert liegen fachkundige Entfernungen häufig bei etwa 150 bis 350 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von Größe, Lage, Jahreszeit, Zugänglichkeit und Sicherungsaufwand ab. Bei Hubsteiger-, Kletter- oder Straßensicherungsarbeiten kann es deutlich teurer werden.
Kann ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?
Nein. Große Sekundärnester können mehrere Tausend Hornissen enthalten. Bei Störung sind koordinierte Abwehrreaktionen und Massenangriffe möglich. Öffnen, besprühen, verstopfen, erschüttern oder entfernen Sie ein Nest niemals selbst.
Wer trägt im Kreis Olpe die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Auf Privatgrund sind im Regelfall Haus-, Vermietungs- oder Grundstückseigentümer Auftraggeber und Kostenträger. Mieter sollten Vermieter oder Verwaltung informieren. Auf öffentlichen oder betrieblichen Flächen ist die jeweilige Eigentümerschaft beziehungsweise zuständige Stelle verantwortlich.
Übernimmt meine Versicherung im Kreis Olpe die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Eine normale Gebäude- oder Hausratversicherung übernimmt die Kosten häufig nicht automatisch. Manche Versicherer bieten einen erweiterten Schutzbrief an, der Schädlingsbekämpfung und damit gegebenenfalls Wespen- oder Hornissennester einschließt. Entscheidend sind die konkreten Vertragsbedingungen und eine vorherige Deckungszusage.
Wo melde ich Nester der Asiatischen Hornisse im Kreis Olpe?
Nutzen Sie die Nestmeldung des Portals und übermitteln Sie scharfe Fotos, Kommune, Ortsteil, genaue Position, Datum, Fundhöhe und Kontaktdaten. Die Meldung wird geprüft und anschließend einer geeigneten regionalen Stelle oder einem freigegebenen Netzwerkpartner zugeordnet.
Wer darf ein Wespen- oder Hornissennest im Kreis Olpe entfernen?
Die lokale Nachweislage kann sich kurzfristig ändern. Vor Veröffentlichung und bei konkreten Funden sind die aktuellen Angaben der zuständigen Behörden und bestätigte Meldedaten zu prüfen. Einzeltiere oder unscharfe Fotos reichen für einen belastbaren Nestnachweis nicht aus.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?
Eine einzelne Asiatische Hornisse am Grill, in der Bäckerei, auf Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch ist in der Regel ebenso friedlich und für die meisten Menschen nicht gefährlicher als andere Bienen, Wespen oder die Europäische Hornisse. Anders ist die Situation im Radius von etwa drei bis fünf Metern um ein großes Sekundärnest in niedriger Höhe, etwa in Gebüsch, Garage, Carport oder an einem Hausdach im ersten Stock: Schon leichte Erschütterungen oder Lärm durch Heckenschere, Rasenmäher oder Bauarbeiten können einen Massenangriff auslösen. Bereich sofort verlassen, sichern und fachkundige Hilfe veranlassen.
Hilfe und Fachstellen vor Ort
Lokale Institutionen und weiterführende Links in Olpe
Diese Einrichtungen sind für regionale Fachfragen, Naturschutz, Imkerei oder Beobachtung wichtige Anlaufstellen. Nestmeldungen an das Portal erfolgen weiterhin über den zentralen Meldeweg.
Untere Naturschutzbehörde
Untere Naturschutzbehörde des Kreises Olpe
Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Olpe ist für den Schutz von Natur, Landschaft und wildlebenden Arten zuständig. Sie betreut Schutzgebiete, prüft Eingriffe und artenschutzrechtliche Fragen und koordiniert bei besonderen Artenfunden das weitere Vorgehen. Dazu gehört auch die fachliche Bewertung von Meldungen zur Asiatischen Hornisse.
Örtlicher Imkerverein
Kreisimkerverband Olpe e.V.
Der Kreisimkerverband (KIV) Olpe ist der Dachverband von 7 Imkervereinen, die alle 6 Städte und Gemeinden des Kreises Olpe mit ihren Ortsvereinen abdecken. Der KIV ist Mitglied der Dachverbände des „Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker“ und dem „Deutschen Imkerbund“.