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Embryonalnester der Asiatischen Hornisse – Verfünffachung der Funde im Rhein-Sieg-Kreis gegenüber 2025

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Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Nordrhein-Westfalen derzeit mit hoher Geschwindigkeit aus. Die aktuellen Meldungen zu Funden von Embryonalnestern aus dem Rhein-Sieg-Kreis zeigen eindrucksvoll, wie stark die Populationen inzwischen angewachsen sind. Bereits im Mai 2026 wurden dort rund einhundert Embryonal- beziehungsweise Gründungsnester gemeldet. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht dies etwa einer Verfünffachung der gemeldeten Funde.

Für Haus-, Garten- und Grundstückseigentümer ist insbesondere der Monat Juni von entscheidender Bedeutung. Denn jetzt befinden sich viele Nester noch in der frühen Entwicklungsphase und sind an Stellen gebaut, die vergleichsweise leicht zugänglich sind. Eine frühzeitige Entdeckung und Meldung kann den Aufwand und die Kosten einer späteren Bekämpfung erheblich reduzieren.

Typische Fundorte von Gründungsnestern

Die Königin der Asiatischen Hornisse beginnt im Frühjahr allein mit dem Nestbau. Diese sogenannten Embryonal- oder Gründungsnester werden bevorzugt an geschützten Orten angelegt, die sich häufig in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern befinden.

Besonders häufig werden die kleinen Nester gefunden an:

  • Garagen und Carports
  • Balkonen
  • Dachvorsprüngen
  • Gartenhäusern
  • Schuppen
  • Rollladenkästen
  • Vogel-Nistkästen
  • Unterständen
  • Terrassenüberdachungen
  • Kugelgrills und anderen selten genutzten Gartenutensilien

Die Nester sind zu diesem Zeitpunkt oft nur golfball- bis tennisballgroß und enthalten lediglich die Königin sowie wenige Larven oder erste Arbeiterinnen.

Frühe Bekämpfung der Embryonalnester spart Kosten

Solange sich die Nester noch in der Gründungsphase befinden, können sie in der Regel mit vergleichsweise geringem Aufwand entfernt werden. Die Kosten für eine fachgerechte Bekämpfung liegen derzeit häufig bei etwa 150 Euro.

Wer jetzt aufmerksam Haus und Garten kontrolliert, kann somit nicht nur einen Beitrag zur Eindämmung der invasiven Art leisten, sondern auch die eigenen Kosten deutlich begrenzen.

Ab Juli wird es deutlich schwieriger

Nicht so leicht und kostengünstig zu bekämpfen wie ein Embryonalnest ist dieses hoch in einem Baum hängende Sekundärnest der Asiatischen Hornisse.
Nicht so leicht und kostengünstig zu bekämpfen wie ein Embryonalnest ist dieses hoch in einem Baum hängende Sekundärnest der Asiatischen Hornisse.

Ab Juli beginnt bei vielen Völkern der Umzug in sogenannte Sekundärnester. Die Asiatische Hornisse verlässt dann ihr ursprüngliches Gründungsnest und errichtet ein deutlich größeres Nest, häufig in Baumkronen in zehn bis dreißig Metern Höhe, manchmal auch höher.

Diese Sekundärnester der Asiatischen Hornisse können bis zum Herbst mehrere Tausend Hornissen beherbergen. Anders als die kleine Gründerkolonie verfügt ein ausgewachsenes Volk über zahlreiche verteidigungsfähige Arbeiterinnen, die ihr Nest bei Störungen aktiv verteidigen.

Die Folgen:

  • Die Nester sind deutlich schwerer zu entdecken.
  • Spezialtechnik wie Hubsteiger oder Seilklettertechnik wird häufig erforderlich.
  • Die Bekämpfung wird aufwendiger und kostspieliger.
  • Das Risiko für die ausführenden Personen steigt erheblich.

Während ein kleines Gründungsnest häufig für etwa 150 Euro entfernt werden kann, können die Kosten bei hoch gelegenen Sekundärnestern ein Vielfaches davon betragen. Zum Einsatz kommen dann Lanzensysteme oder Hubsteiger, um die teilweise sehr hoch hängenden Nester überhaupt noch erreichen und entfernen/abtöten zu können.

Jetzt kontrollieren und melden

Die kommenden Wochen bieten die beste Gelegenheit, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse wirksam einzudämmen. Haus- und Gartenbesitzer sollten deshalb ihre Grundstücke aufmerksam kontrollieren und dabei insbesondere geschützte Bereiche unter Dächern, in Nebengebäuden und an selten genutzten Gegenständen überprüfen, um Embryonalnester der Asiatischen Hornisse zu finden.

Jedes jetzt entdeckte und gemeldete Gründungsnest verhindert möglicherweise die Entstehung eines großen Sekundärnestes mit mehreren Tausend Hornissen im Spätsommer.

Der Juni ist daher der wichtigste und letzte Monat des Jahres für die Früherkennung der Asiatischen Hornisse. Wer jetzt handelt und ein Embryonalnest bekämpfen lässt, schützt nicht nur die heimische Insektenwelt und Imkerei, sondern spart im eigenen Interesse auch erhebliche Bekämpfungskosten.