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Asiatische Hornisse in Dortmund – erkennen, Nest melden, Hilfe finden
Dortmund verbindet Emscher, Kanal und Phoenix See mit Industriegeschichte, Wäldern, Landwirtschaft, Parks und Kleingärten. Hier finden Sie Meldewege und regionale Hilfe.
Dortmund liegt in Nordrhein-Westfalen und verbindet Siedlungsräume, Verkehrsachsen und vielfältig genutzte Freiflächen mit regionaltypischen Gewässern und Lebensräumen. Dazu zählen Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren sowie Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder.
Diese Strukturen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Orientierung. Auch die Asiatische Hornisse kann in Gärten, Parks, Gehölzen, an Waldrändern, Gebäuden und Bienenständen auffallen. Einzelbeobachtungen belegen jedoch weder ein Nest noch eine regionale Bestandsentwicklung.
Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an regional zuständige Imker, Wespen- und Hornissenberater sowie Schädlingsbekämpfer gemeldet werden. Fotos, eine genaue Ortsangabe und sicherer Abstand erleichtern die fachliche Einordnung.
Regionsprofil
Dortmund auf einen Blick
- Fläche
- 280,71 km²
- Einwohner
- 603.462
- Bestätigte Nester
-
- 2024: 0 Nester
- 2025: 0 Nester
- 2026: 1 Nest
- Stadtbezirke / Stadtteile
-
- Innenstadt-West (mit dem historischen Zentrum
- Dorstfeld etc.)
- Innenstadt-Nord (Nordstadt)
- Innenstadt-Ost (Kaiserviertel
- City-Ost etc.)
- Eving
- Scharnhorst
- Brackel
- Aplerbeck
- Hörde
- Hombruch
- Lütgendortmund
- Huckarde
- Mengede
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Nadine Batze
Imkerin · Wespen- und Hornissenberaterin · Fachkunde Asiatische Hornisse
Dortmund und die Asiatische Hornisse im Überblick
Stadt Dortmund: Dortmund und seine Nachbarregionen
Dortmund gehört zu Nordrhein-Westfalen. Für eine eindeutige räumliche Zuordnung sollten Meldungen Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markanten Geländepunkt und möglichst eine Kartenposition enthalten.
An Dortmund grenzen Kreis Recklinghausen, Bochum, Hagen, Ennepe-Ruhr-Kreis sowie Kreis Unna. Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen; Beobachtungen sollten deshalb auch im Zusammenhang mit diesen Nachbarregionen betrachtet werden.
Gewässer und Grünzüge in Dortmund
Rhein, Ruhr, Lippe, Weser, Ems und zahlreiche Bäche, Kanäle und Talsperren prägen zusammen mit Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft in Dortmund. Solche linearen Strukturen verbinden zahlreiche Insektenlebensräume, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.
Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.
Naturschutz und sensible Lebensräume in Dortmund
Ballungsräume, Flussauen, Wälder, Mittelgebirge, Bördelandschaften, Parks und strukturreiche Siedlungsränder bilden ein Mosaik aus ökologisch wertvollen und teilweise besonders sensiblen Lebensräumen. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Wespen und heimische Hornissen profitieren von Blütenangebot, Alt- und Totholz, Baumhöhlen und strukturreichen Säumen.
Bei Maßnahmen in Schutzgebieten und an geschützten Arten sind Naturschutzrecht und örtliche Regelungen zu beachten. Vor einer Nestentfernung muss die Art sicher bestimmt werden, damit insbesondere die besonders geschützte Europäische Hornisse und andere heimische Arten nicht beeinträchtigt werden.
Tourismus und Freizeitnutzung in Dortmund
Flusslandschaften, Naturparke, Mittelgebirge, Industriekultur sowie Wander- und Radwege prägen die touristische und freizeitliche Nutzung in Dortmund. Wander- und Radwege, Aussichtspunkte, Ufer, Parks, Campingplätze und Ausflugsziele bringen viele Menschen in die Nähe von Gehölzen und Gebäuden.
Bei Beobachtungen an stark besuchten Orten sind Name des Weges oder Geländes, Zugang, nächster Orientierungspunkt und eine genaue Kartenposition besonders hilfreich. Erforderliche Absperrungen oder Kontrollen müssen mit Eigentümern, Betreibern und zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft in Dortmund
Ackerbau, Grünland, Obst- und Gemüsebau, Gartenbau und Forstwirtschaft gehören zu den prägenden Nutzungen in Dortmund. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.
Bei Ernte, Obstbaumpflege, Mahd, Hecken- und Gehölzschnitt sowie Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden sollte auf wiederholten Flugverkehr geachtet werden. Lokale Schäden dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.
Imkerei und Bienenvölker in Dortmund
Imkerinnen und Imker in Dortmund können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.
Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.
Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien in Dortmund
Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.
Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.
Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen in Dortmund
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Dortmund vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.
Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.
Regionale Bildergalerie: Dortmund
Hilfe und Fachstellen vor Ort
Lokale Institutionen und weiterführende Links in Dortmund
Diese Einrichtungen sind für regionale Fachfragen, Naturschutz, Imkerei oder Beobachtung wichtige Anlaufstellen. Nestmeldungen an das Portal erfolgen weiterhin über den zentralen Meldeweg.
Untere Naturschutzbehörde
Untere Naturschutzbehörde der Stadt Dortmund
Die Untere Naturschutzbehörde im Dortmunder Umweltamt ist für den Schutz von Natur, Landschaft und wildlebenden Arten im Stadtgebiet zuständig. Sie betreut Schutzgebiete, prüft Eingriffe in Natur und Landschaft, bearbeitet artenschutzrechtliche Fragen und berät Bürger, Grundstückseigentümer sowie Vorhabenträger. Bei Funden gebietsfremder Arten übernimmt sie zudem fachliche Prüf- und Koordinierungsaufgaben und stimmt erforderliche Maßnahmen mit weiteren beteiligten Stellen ab
Biologische Station
Biologische Station Kreis Unna | Dortmund
Die Biologische Station im Kreis Unna und Dortmund betreut Naturschutzgebiete, führt Kartierungen durch, berät im Vertragsnaturschutz, betreibt im Kreis Unna praktische Landschaftspflege und versteht sich dazu auch als Bindeglied zwischen Behörde, Ehrenamt und sonstigen Akteuren in den Betreuungsgebieten.
Örtlicher Imkerverein
Imkerverein Dortmund-West e. V.
Der 2017 gegründete Imkerverein Dortmund-West unterstützt Interessierte und Neueinsteiger beim Einstieg in die Bienenhaltung und vermittelt Wissen rund um Bienen, Imkerei und eine verantwortungsvolle Völkerführung. Dazu bietet der Verein Kurse, fachlichen Austausch und praktische Einblicke am Lehrbienenstand im Revierpark Wischlingen an. Als Mitglied des Kreisimkervereins Ruhrgebiet und des Imkerverbands Rheinland ist er zudem in die regionale imkerliche Zusammenarbeit eingebunden.
Kreisverband
Kreisverband Ruhrgebiet e.V. Witten
Der Kreisimkerverein Ruhrgebiet e. V. Witten wurde 2019 gegründet und ist die Dachorganisation mehrerer Imkervereine im mittleren Ruhrgebiet und seiner Umgebung. Zu seinen Mitgliedsvereinen gehören Vereine aus Witten, Bochum, Dortmund, Hattingen und Gevelsberg.
Der Kreisimkerverein unterstützt die angeschlossenen Vereine durch Fortbildungen, fachlichen Austausch und praktische Hilfestellungen. Weitere Schwerpunkte sind Bienengesundheit, Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und die Interessenvertretung der Imkerinnen und Imker. Mit Schulungen, Veranstaltungen und dem Lehrbienenzentrum in Witten vermittelt der Verband Wissen über Bienen und nachhaltige Imkerei.
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in Dortmund
Wer trägt in Dortmund die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Auf Privatgrund sind im Regelfall Haus-, Vermietungs- oder Grundstückseigentümer Auftraggeber und Kostenträger. Mieter melden den Fund dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Bei öffentlichen Flächen ist die jeweilige Eigentümerin einzubeziehen. Arbeitsauftrag, Leistungsumfang, Gesamtpreis und mögliche Versicherungsdeckung vor der Beauftragung klären.
Übernimmt meine Versicherung die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?
Eine normale Wohngebäude- oder Hausratversicherung übernimmt Schädlings- und Nestentfernung häufig nicht automatisch. Zusatzbausteine wie ein Haus- und Wohnungsschutzbrief können Leistungen enthalten. Die HUK nennt die Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern ausdrücklich als Leistung eines solchen Schutzbriefs. Bei Provinzial und anderen Versicherern hängt der Schutz vom aktuellen Tarif und Vertrag ab. Vor der Beauftragung Deckung, Höchstbetrag, Selbstbeteiligung und vorgesehenen Dienstleister prüfen.
Wo melde ich Nester der Asiatischen Hornisse in Dortmund?
Nutzen Sie bei einem Nestfund die Nestmeldung des Portals. Senden Sie scharfe Fotos, den genauen Standort mit Stadtbezirk, Ortsteil oder Adresse, das Datum, die Fundhöhe und möglichst Angaben zur Flugrichtung. Die Stadt Dortmund nimmt Verdachts- und Fundmeldungen außerdem über die Untere Naturschutzbehörde entgegen; alternativ steht das Neobiota-Portal des LANUK zur Verfügung. Bei öffentlichen, industriellen oder betrieblichen Flächen ist zusätzlich die zuständige Stelle beziehungsweise Eigentümerschaft einzubeziehen. Beginnen Sie keine eigenen Maßnahmen.
Wer darf ein Wespen- oder Hornissennest entfernen?
Zunächst müssen Art und Schutzstatus sicher bestimmt werden. Bei heimischen, besonders geschützten Arten kann eine Genehmigung oder fachliche Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich sein. Ein Nest der Asiatischen Hornisse sollte nur von entsprechend geschulten Imkerinnen und Imkern, Hornissenberatern und -beraterinnen oder professionellen Schädlingsbekämpfern und -bekämpferinnen mit geeigneter Schutzausrüstung und Technik behandelt werden.
Ist die Asiatische Hornisse in Dortmund bereits nachgewiesen?
Ja. Nach Angaben der Stadt wurde im April 2024 das erste Nest der Asiatischen Hornisse in Dortmund entdeckt; inzwischen kommt die Art im Stadtgebiet zahlreich vor. Aktuelle Zahlen sollten nur mit Stichtag und getrennt nach Sichtungen, bestätigten Nestern und Entfernungen veröffentlicht werden. Ein einzelnes Tier erlaubt noch keine Aussage über den Standort eines Nestes.
Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?
Eine einzelne Asiatische Hornisse, die beim Grillen, in einer Bäckerei am Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch auftaucht, ist normalerweise nicht angriffslustiger als eine Honigbiene, Wespe oder Europäische Hornisse. Sie interessiert sich dort vor allem für Nahrung und sollte nicht geschlagen, eingeklemmt oder bedrängt werden. Ihr Stich ist für die meisten Menschen mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar; bei bekannter Insektengiftallergie, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Stichen im Mund- und Halsbereich ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Deutlich gefährlicher ist die unmittelbare Umgebung eines besetzten Nestes. Besonders bei einem großen Sekundärnest in niedriger Höhe – etwa in dichtem Gebüsch, an einer Garage oder einem Carport oder am Hausdach in Höhe des ersten Stockwerks – sollte ein Sicherheitsradius von mindestens drei bis fünf Metern konsequent freigehalten und bei erkennbarem Abwehrverhalten vergrößert werden. Schon leichte Erschütterungen, Vibrationen oder anhaltender Lärm, beispielsweise durch Heckenschneiden, einen Rasenmäher, Bauarbeiten oder das Anstoßen an den Nestträger, können zahlreiche Tiere zur gleichzeitigen Nestverteidigung auslösen. Arbeiten sofort einstellen, ruhig zurückziehen, Menschen und Haustiere fernhalten, Bereich absperren und den Fund melden. Das Nest niemals selbst öffnen, besprühen oder entfernen.