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Die Asiatische Hornisse im Saarland

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist seit 2021 im Saarland nachgewiesen und inzwischen flächendeckend verbreitet. Seit 2026 nimmt das saarländische Meldeportal nur noch Nestmeldungen entgegen; Einzeltiere ohne bekanntes Nest werden wegen der massiven Ausbreitung nicht mehr erfasst. Nester sollten mit Foto und genauem Standort über velutina-saar.de gemeldet werden. Dieses Portal unterstützt die strukturierte Erfassung und verweist auf regionale Netzwerkpartner. Nester dürfen im das an Rheinland-Pfalz grenzende Bundesland nicht selbst behandelt werden.

Nestmeldung im Saarland

Nest oder Asiatische Hornisse entdeckt?

Halten Sie Abstand und dokumentieren Sie Tier oder Nest nur aus sicherer Entfernung. Übermitteln Sie Fundort, Funddatum, Fotos und Kontaktdaten über die zentrale Nestmeldung.

Für diese Region ist derzeit noch kein Netzwerkpartner eingetragen.

Eine Nestmeldung kann trotzdem zentral eingereicht und geprüft werden.

Das Saarland und die Asiatische Hornisse im Überblick

Gewässer und mögliche Ausbreitungsräume

Saar, Mosel, Blies, Prims und Nied verbinden Siedlungen, Gärten, Gehölze, Streuobstbestände und landwirtschaftliche Räume. Die Grenzen zu Frankreich und Luxemburg sowie die Nähe zu Rheinland-Pfalz schaffen grenzüberschreitende Landschafts- und Verkehrsverbindungen. Aus diesen Strukturen allein lässt sich jedoch kein konkretes Nestvorkommen ableiten.

Landwirtschaft, Obstbau und ländliche Räume

Ackerbau, Grünland, Weinbau an der Obermosel, Erwerbsobstbau, Streuobstwiesen, Gärten und dörfliche Siedlungen prägen ländliche Teile des Landes. Reife Früchte und ein hohes Insektenangebot können Hornissen anziehen. Wiederkehrende Beobachtungen sollten dokumentiert werden.

Imkerei und Bienenvölker im Saarland

Bienenstände sind wichtige Beobachtungspunkte, weil Asiatische Hornissen dort Honigbienen jagen können. Die saarländische Imkerschaft war Ausgangspunkt der regionalen Task-Force; Schulungen und fachkundige Suchteams unterstützen Erkennung und Nestsuche. Seit 2026 werden im Meldeportal nur noch Nester gemeldet.

Besondere Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien
  • Hecken, Schuppen, Gartenhäuser, Dachüberstände, Fassaden und Baumkronen vor Pflege- oder Bauarbeiten kontrollieren.
  • Bei regelmäßigem Flugverkehr, Nestverdacht oder Abwehrverhalten Arbeit unterbrechen und Abstand halten.
  • Tier oder Nest nur aus sicherer Entfernung fotografieren und den genauen Fundort dokumentieren.
  • Gefangene verdächtige Tiere nach dem Fotografieren wieder freilassen.
  • Keine Einflugöffnungen verschließen und keine eigenen Fang- oder Beseitigungsmaßnahmen durchführen.
Zuständige Stellen und fachliches Netzwerk
Akteur Aufgabe / Hinweis für die Seite
Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) Landesweite Fachbehörde und Kooperationspartner des regionalen Bekämpfungsnetzwerks.
Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz Landespolitischer und naturschutzrechtlicher Rahmen; Unterstützung der freiwilligen Bekämpfung.
Velutina Netzwerk Saar e.V. Prüfung und Bearbeitung der Nestmeldungen, Kontaktaufnahme, Nestsuche und Bekämpfung im Rahmen verfügbarer Kapazitäten.
Velutina-Meldeportal Saarland Seit 2026 ausschließlich für Nestmeldungen; Bild und genauer Standort sind Pflicht.
Landkreise, Regionalverband und Kommunen Örtliche Einordnung, Gefahrenabwehr und Zuständigkeiten im öffentlichen Raum.
Imkervereine und Imkernde Früherkennung an Bienenständen und Unterstützung des regionalen Fachnetzwerks.
Portal Vespa Velutina Strukturierte Meldung, Dokumentation und Zuordnung zu geeigneten regionalen Netzwerkpartnern.

 

Nestmeldungen werden über velutina-saar.de eingereicht. Erforderlich sind ein Foto und der genaue Standort; zu Nestern ist ein Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern einzuhalten. Die Meldung wird an ein Vereinsmitglied weitergeleitet. Einzeltiere ohne bekanntes Nest werden seit 2026 nicht mehr erfasst.

Kreise und kreisfreie Städte in Saarland

Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Vergleich Europäische Hornisse (links) und Asiatische Hornisse (rechts) – Grafik: NABU Berlin

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.

Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse im Saarland

Ist das Aufstellen von Fallen für die Asiatische Hornisse im Saarland erlaubt?

Nein. Handelsübliche, nichtselektive Hornissen- oder Wespenfallen dürfen ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde nicht eingesetzt werden. Sie fangen auch zahlreiche heimische Insekten, darunter die besonders geschützte Europäische Hornisse, und können gegen Naturschutzrecht verstoßen. Beaufsichtigte Locktöpfe zur gezielten Nestortung sind eine fachliche Suchmethode und nicht mit unbeaufsichtigten Tötungsfallen gleichzusetzen.

Was kostet die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse im Saarland?

Als unverbindlicher Erfahrungswert liegen fachkundige Entfernungen häufig bei etwa 150 bis 350 Euro. Der tatsächliche Preis hängt von Nestgröße, Zugang, Höhe, Jahreszeit, Gefahrenlage und notwendiger Technik ab. Muss ein Hubsteiger oder Spezialgerät eingesetzt werden, kann es deutlich teurer werden. Vor der Beauftragung sollten Leistungsumfang, Nachsorge, Anfahrt und Gesamtpreis schriftlich geklärt werden.

Kann ich ein Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?

Nein. Besonders große Sekundärnester können mehrere Tausend Hornissen enthalten. Bei Erschütterung, Öffnung oder Annäherung an das Nest können viele Tiere gleichzeitig verteidigen; zahlreiche Stiche können schnell lebensgefährlich werden. Auch kleine Nester sollten vor jeder Maßnahme fachlich bestimmt und beurteilt werden.

Wer trägt im Saarland die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?

Grundsätzlich obliegt es der Hauseigentümerin oder dem Hauseigentümer, der Vermietung beziehungsweise der Grundstückseigentümerschaft, eine fachkundige Person oder einen geeigneten Fachbetrieb mit der Entfernung zu beauftragen. Mieterinnen und Mieter melden den Fund der Vermietung oder Hausverwaltung. Bei öffentlichen, gewerblichen oder vereinseigenen Flächen ist die jeweilige Eigentümer- oder Betreiberstelle einzubeziehen. Vor einer Beauftragung sind Leistungsumfang und Gesamtpreis zu klären.

Übernimmt meine Versicherung im Saarland die Kosten für die Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse?

Eine normale Wohngebäude- oder Hausratversicherung übernimmt Schädlings- und Nestentfernung häufig nicht automatisch. Zusatzbausteine wie ein Haus- und Wohnungsschutzbrief können Leistungen enthalten. Versicherer wie HUK oder Provinzial bieten je nach Tarif Schutzbriefleistungen an, die auch Wespen- oder Hornissennester umfassen können. Vor der Beauftragung sollten Deckung, Höchstbetrag, Selbstbeteiligung und vorgesehener Dienstleister anhand des eigenen Vertrags geprüft werden.

Wo melde ich Nester der Asiatischen Hornisse im Saarland?

Nutzen Sie die Nestmeldung des Portals und übermitteln Sie scharfe Fotos, den genauen Standort mit Kommune, Ortsteil oder Adresse, Datum und Fundhöhe. Die Meldung wird zunächst administrativ geprüft und anschließend einer geeigneten regionalen Ansprechperson oder zuständigen Stelle zugeordnet. Je nach Bundesland kann zusätzlich eine Dokumentation über das amtliche Landesmeldeportal sinnvoll oder vorgesehen sein. Beginnen Sie keine eigenen Maßnahmen.

Wer darf ein Wespen- oder Hornissennest im Saarland entfernen?

Zunächst müssen Art und Schutzstatus sicher bestimmt werden. Nester heimischer, besonders geschützter Arten dürfen nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde entfernt werden. Für Nester der Asiatischen Hornisse sollten Grundstückseigentümer speziell geschulte Imkerinnen und Imker, Hornissenberater und -beraterinnen oder professionelle Schädlingsbekämpfer und -bekämpferinnen beauftragen.

Ist die Asiatische Hornisse im Saarland bereits nachgewiesen?

Die lokale Nachweislage kann sich innerhalb einer Saison verändern. Belastbare Angaben sollten deshalb anhand der aktuellen amtlichen Meldedaten und mit einem eindeutigen Stichtag veröffentlicht werden. Ein einzelnes beobachtetes Tier erlaubt noch keine Aussage über den Standort eines Nestes.

Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?

Eine einzelne Asiatische Hornisse, die beim Grillen, in einer Bäckerei am Pflaumenkuchen oder am Kaffeetisch auftaucht, ist normalerweise nicht angriffslustiger als eine Honigbiene, Wespe oder Europäische Hornisse. Deutlich gefährlicher ist die unmittelbare Umgebung eines besetzten Nestes. Besonders bei einem großen Sekundärnest in niedriger Höhe – etwa im Gebüsch, an Garage oder Carport oder am Hausdach in Höhe des ersten Stockwerks – sollte ein Sicherheitsradius von mindestens drei bis fünf Metern freigehalten und bei Abwehrverhalten vergrößert werden. Schon leichte Erschütterungen, Vibrationen oder Lärm durch Heckenschneiden, Rasenmähen oder Bauarbeiten können zahlreiche Tiere zur gleichzeitigen Nestverteidigung auslösen. Arbeiten sofort einstellen, ruhig zurückziehen, Menschen und Haustiere fernhalten und den Fund melden.