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Die Asiatische Hornisse im Landkreis Mainz-Bingen: Nest melden und Hilfe finden

Landkreis Mainz-Bingen verbindet Rheinhessen, Binger Wald, Rheinaue, Weinberge und Obstlandschaften mit Rhein, Nahe und Selz. Hier finden Sie Meldewege und regionale Hilfe bei Fragen zu Wespen und Hornissen.

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Eine Nestmeldung kann trotzdem zentral eingereicht und geprüft werden.

Landkreis Mainz-Bingen und die Asiatische Hornisse im Überblick

Landkreis Mainz-Bingen und seine Nachbarregionen

Landkreis Mainz-Bingen liegt in Rheinland-Pfalz. Wichtige räumliche Bezugspunkte sind Bingen, Ingelheim, Oppenheim und Nieder-Olm. Meldungen sollten mit Gemeinde beziehungsweise Stadtteil, Straße oder markantem Geländepunkt und möglichst einer Kartenposition versehen werden.

Flugbewegungen und mögliche Neststandorte enden nicht an Verwaltungsgrenzen. Deshalb sind Beobachtungen zusammen mit angrenzenden Kreisen, kreisfreien Städten und Kommunen zu betrachten. Die administrative Zuordnung dient vor allem dazu, geeignete regionale Ansprechpartner zu finden.


Gewässer und Grünzüge im Landkreis Mainz-Bingen

Rhein, Nahe und Selz prägen zusammen mit begleitenden Auen, Ufergehölzen, Gräben und Grünzügen die Landschaft im Landkreis Mainz-Bingen. Solche linearen Strukturen können Insektenlebensräume miteinander verbinden, dürfen ohne belastbare Nachweise aber nicht pauschal als Ausbreitungswege der Asiatischen Hornisse bezeichnet werden.

Bei Gewässerunterhaltung, Deich-, Ufer- und Böschungspflege sowie Arbeiten an Brücken und Gehölzen sollte auf konzentrierten Flugverkehr und papierartige Neststrukturen geachtet werden. Verdächtige Bereiche nicht erschüttern oder eigenständig behandeln.


Naturschutz und sensible Lebensräume im Landkreis Mainz-Bingen

Rheinhessen, Binger Wald, Rheinaue, Weinberge und Obstlandschaften bilden ein Mosaik aus ökologisch wertvollen und teils besonders sensiblen Lebensräumen. Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge, Wespen und heimische Hornissen profitieren von Blütenangebot, Alt- und Totholz, Baumhöhlen sowie strukturreichen Säumen.

Bei Maßnahmen in Schutzgebieten und an geschützten Arten sind Naturschutzrecht und örtliche Regelungen zu beachten. Vor einer Nestentfernung muss die Art sicher bestimmt werden, damit insbesondere die besonders geschützte Europäische Hornisse und andere heimische Arten nicht beeinträchtigt werden.


Tourismus und Freizeitnutzung im Landkreis Mainz-Bingen

Welterbe Oberes Mittelrheintal, Rhein-Nahe und Weinregion Rheinhessen stehen für die touristische und freizeitliche Nutzung im Landkreis Mainz-Bingen. Wander- und Radwege, Aussichtspunkte, Ufer, Parks, Campingplätze und Ausflugsziele bringen viele Menschen in die Nähe von Gehölzen und Gebäuden.

Bei einer Beobachtung an stark besuchten Orten sind Name des Weges oder Geländes, Zugang, nächster Orientierungspunkt und eine genaue Kartenposition besonders hilfreich. Erforderliche Absperrungen oder Kontrollen müssen mit Eigentümern, Betreibern und zuständigen Stellen abgestimmt werden.


Weinbau, Obstbau, Ackerbau und Gartenbau im Landkreis Mainz-Bingen

Weinbau, Obstbau, Ackerbau und Gartenbau gehören zu den prägenden Nutzungen im Landkreis Mainz-Bingen. Blühende Kulturen, Obstbestände, Säume, Hecken und Hofstellen bieten vielen Insekten Nahrung und können zugleich Orte sein, an denen Hornissen bei der Jagd beobachtet werden.

Bei Ernte, Rebschnitt, Obstbaumpflege, Mahd, Heckenschnitt und Arbeiten an Schuppen oder Wirtschaftsgebäuden auf wiederholten Flugverkehr achten. Lokale Schäden durch die Asiatische Hornisse dürfen nur genannt werden, wenn sie belastbar dokumentiert sind.


Imkerei und Bienenvölker im Landkreis Mainz-Bingen

Imkerinnen und Imker im Landkreis Mainz-Bingen können auffällige Flugbewegungen und Jagdverhalten an Bienenständen früh wahrnehmen. Wiederkehrende Tiere vor Fluglöchern sind ein Beobachtungshinweis, ersetzen aber weder eine sichere Artbestimmung noch die fachkundige Lokalisierung eines Nestes.

Imkervereine und erfahrene Fachleute können Meldungen einordnen und zur Vernetzung beitragen. Nestentfernung oder Bekämpfung gehören ausschließlich in qualifizierte Hände. Meldungen sollten zentral über das bundesweite Portal Vespa velutina eingehen.


Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien im Landkreis Mainz-Bingen

Garten- und Landschaftsbau, Bauhöfe, Forstwirtschaft, Straßenunterhaltung, Gebäudemanagement sowie private Garten- und Baumpflege können unbeabsichtigt in die Nähe eines Nestes führen. Vor Heckenschnitt, Baumfällung, Kronenpflege, Mäh- oder Fassadenarbeiten empfiehlt sich eine Sichtkontrolle aus sicherer Entfernung.

Warnzeichen sind konzentrierter Flugverkehr und wiederholtes Ein- und Ausfliegen an derselben Stelle. Dann Arbeiten stoppen, Abstand vergrößern, Menschen und Tiere fernhalten und die Situation dokumentieren. Einflugöffnungen nicht verschließen und keine Eigenbehandlung vornehmen.


Zuständige Stellen und fachliche Einrichtungen im Landkreis Mainz-Bingen

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreis Mainz-Bingen vollzieht Naturschutz- und Artenschutzrecht und ist fachliche Stelle bei Fragen zu besonders geschützten Arten. Sie ist nicht automatisch für jede Nestentfernung zuständig und übernimmt nicht ohne Weiteres Kosten oder praktische Maßnahmen.

Regionale Imkerorganisationen, Naturschutzverbände, fachkundige Wespen- und Hornissenberater sowie qualifizierte Schädlingsbekämpfer ergänzen die Fachstruktur. Nestsichtungen sollen über das bundesweite Meldeportal Vespa velutina an die regional geeigneten Stellen weitergeleitet werden.

Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Vergleich Europäische Hornisse (links) und Asiatische Hornisse (rechts) – Grafik: NABU Berlin

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.