Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist in Rheinland-Pfalz seit 2014 nachgewiesen und inzwischen etabliert. Sichtungen und Nester sollten weiterhin mit Fotos und genauem Fundort dokumentiert und gemeldet werden. Dieses Portal unterstützt die strukturierte Erfassung und verweist auf regionale Ansprechpartner. Für Gefahrenabwehr, Grundstückszugang, Beauftragung und Kosten sind die Umstände des Einzelfalls und die jeweils zuständigen Stellen maßgeblich.
Rheinland-Pfalz grenzt an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (im Norden), Hessen (im Osten), Baden-Württemberg (im Südosten/Osten) und Saarland (im Süden/Südwesten), in denen die Asiatische Hornisse ebenfalls flächendeckend präsent ist.
Ihre Ansprechpartner vor Ort
Für diese Region stehen mehrere qualifizierte Netzwerkpartner zur Verfügung. Ihre Meldung wird zentral erfasst und anhand von Einsatzgebiet, Verfügbarkeit und fachlicher Eignung zugeordnet.
Carsten Emser
Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Klaus Maresch
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Viktor Borgart
Imker · Wespen- und Hornissenberater · Fachkunde Asiatische Hornisse
Sie müssen keinen Ansprechpartner selbst auswählen. Das Portal ordnet Ihre Meldung dem passenden verfügbaren Netzwerkpartner zu.
Nest meldenRheinland-Pfalz und die Asiatische Hornisse im Überblick
Gewässer, Täler und mögliche Ausbreitungsräume
Rhein, Mosel, Ahr, Lahn, Nahe, Saar, Glan und ihre Nebengewässer verbinden Siedlungsräume, Auen, Weinberge, Obstflächen und Gehölzstrukturen. Verkehrsachsen, Flusstäler und wärmebegünstigte Lagen können die Ausbreitung begünstigen. Aus einem geeigneten Lebensraum lässt sich jedoch kein konkretes Vorkommen ableiten; maßgeblich bleiben bestätigte Beobachtungen.
Landwirtschaft, Wein- und Obstbau
Rheinland-Pfalz ist stark durch Landwirtschaft und Weinbau geprägt. Das Statistische Landesamt weist für 2023 rund 15.300 landwirtschaftliche Betriebe aus; die bestockte Rebfläche lag bei rund 650 Quadratkilometern. Die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum beobachten mögliche Auswirkungen der Asiatischen Hornisse besonders im Wein- und Obstbau. Nach Landesangaben lagen 2025 noch keine Hinweise auf Schäden in diesen Kulturen vor; für die direkte Bekämpfung waren keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.
Imkerei und Bienenvölker
Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei am DLR Westerwald-Osteifel bearbeitet Forschung, Beratung und Wissenstransfer zur Asiatischen Hornisse. Bienenstände können vor allem im Spätsommer und Herbst durch Jagdaktivität vor den Fluglöchern belastet werden. Beobachtungen am Bienenstand sollten dokumentiert und gemeldet werden; unspezifische Fallen und eigenständige Bekämpfungsversuche sind keine fachgerechte Alternative zur gezielten Bewertung.
Besondere Aufmerksamkeit bei Arbeiten im Freien
- Hecken, Baumkronen, Fassaden, Dachbereiche, Schuppen und technische Anlagen vor Schnitt-, Pflege- oder Wartungsarbeiten aufmerksam kontrollieren.
- Bei regelmäßigem Flugverkehr, Nestverdacht oder auffälligem Abwehrverhalten die Arbeit unterbrechen und Abstand halten.
- Fundort und Situation aus sicherer Entfernung dokumentieren; keine Nahaufnahmen erzwingen.
- Kinder, Unbeteiligte und Haustiere aus dem möglichen Gefahrenbereich fernhalten.
- Keine Einflugöffnungen verschließen und keine Sprays, Feuer, Wasser oder improvisierten Fallen einsetzen.
Zuständige Stellen und fachliches Netzwerk
| Akteur | Aufgabe / Hinweis für die Seite |
| Landwirtschafts- und Umweltministerium Rheinland-Pfalz | Landespolitischer und rechtlicher Rahmen; aktuelle Managementhinweise beachten. |
| Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz | Fachliche Grundlagen zu invasiven Arten und Naturschutz. |
| ArtenFinder / Stiftung Natur und Umwelt RLP | Landesweite Meldestruktur; Sichtungen und Nester mit Fotos und Standortangaben erfassen. |
| SGD Nord und SGD Süd | Obere Naturschutzbehörden; fachliche Zuständigkeit für invasive Arten und Schutzgebiete. |
| Örtliche Ordnungsbehörden | Gefahrenabwehr im öffentlichen Raum seit der Umstufung 2025; Zuständigkeit im Einzelfall klären. |
| DLR Westerwald-Osteifel – Fachzentrum für Bienen und Imkerei | Forschung, Beratung und Wissenstransfer für die Imkerei. |
| Portal Vespa Velutina | Strukturierte Meldung, Dokumentation und Zuordnung zu geeigneten regionalen Netzwerkpartnern. |
Einsätze und Berichte aus Rheinland-Pfalz
Trier-Saarburg: Invasive Art auf dem Vormarsch
Ein dunkler Körper mit dünnen gelben Streifen: So sieht die Asiatische Hornisse aus, die sich immer mehr in Trier-Saarburg und anderen europäischen Gefilden ausbreitet und eine Gefahr für …
Beitrag lesen: Trier-Saarburg: Invasive Art auf dem VormarschKreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz
Wie unterscheide ich die Asiatische von der Europäischen Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist vor allem an ihrem schwarzen Körper, der breiten orangefarbenen Hinterleibsbinde und den gelben Beinenden zu erkennen. Die Europäische Hornisse besitzt dagegen einen deutlich gelber gefärbten Hinterleib mit schwarzer Zeichnung.
Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse in Rheinland-Pfalz
Wo melde ich ein Nest der Asiatischen Hornisse in Rheinland-Pfalz?
Nutzen Sie die zentrale Nestmeldung des Portals und fügen Sie sichere Fotos sowie den genauen Fundort hinzu. Landesmeldungen können weiterhin über den ArtenFinder Rheinland-Pfalz erfasst werden. Einzelne Tiere müssen nicht mehr gemeldet werden.
Wer ist für ein Nest zuständig?
Das richtet sich nach Fundort und Gefahrenlage. Auf Privatgrundstücken entscheidet grundsätzlich der Eigentümer über eine Beauftragung. Bei Gefahren im öffentlichen Raum kann die örtliche Ordnungsbehörde zuständig sein; in Schutzgebieten sind SGD Nord oder SGD Süd einzubeziehen.
Wann wurde die Art erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen?
Wann wurde die Art erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen? Der erste deutsche Nachweis wurde 2014 im südlichen Rheinland-Pfalz und im Raum Karlsruhe dokumentiert.
Wird jedes gemeldete Nest von einer Behörde entfernt?
Wird jedes gemeldete Nest von einer Behörde entfernt? Nein. Seit dem 1. August 2025 erfolgt keine allgemeine Beseitigung mit Landesmitteln mehr. Naturschutzmaßnahmen konzentrieren sich auf erkennbare Biodiversitätsrisiken; Gefahrenabwehr und private Beauftragung werden getrennt beurteilt.
Wer trägt die Kosten einer Nestentfernung?
Auf Privatgrundstücken sind die Kosten grundsätzlich vom Auftraggeber zu tragen. Vor einer Beauftragung sollten Eigentümer, gegebenenfalls Versicherung und zuständige Stelle die Situation klären. In vielen Fällen übernimmt die Gebäude- oder Hausratversicherung die Kosten der Entfernung.
Wer unterstützt Imkerinnen und Imker?
Fachliche Informationen bietet insbesondere das Fachzentrum für Bienen und Imkerei am DLR Westerwald-Osteifel; hinzu kommen Imkerverbände und qualifizierte regionale Netzwerke.
Darf ich Lock- oder Klebefallen aufstellen?
Von unspezifischen Fallen ist abzusehen, weil sie zahlreiche andere Insekten schädigen können. Beobachtungen sollten dokumentiert und gezielte Maßnahmen mit Fachleuten abgestimmt werden.
Wie finde ich Informationen für meinen Landkreis oder meine Stadt?
Unterhalb der Landesinformationen führt die Regionsübersicht zu den veröffentlichten Seiten der 24 Landkreise und 12 kreisfreien Städte.

















